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Maya Bonesetters: Manual Healers in a Changing Guatemala
Die Forschung über die Heiltraditionen der Maya hat sich in erster Linie auf die Rolle von Hebammen, Schamanen, Kräuterkundigen und Wahrsagern konzentriert. Die Knochensetzer hingegen wurden bei Gesprächen über traditionelle Heilpraktiker und Gesundheitsressourcen der Gemeinschaft weitgehend ausgeklammert.
Maya Bonesetters ist die erste abendfüllende Studie über Bonesetters in Guatemala und ordnet die manuelle Heiltradition in den aktuellen kulturellen Kontext ein, in dem eine sich verändernde medizinische Landschaft die Arbeit der Bonesetters potenziell bedroht, aber auch die Chance bietet, ihre Bedeutung zu stärken. Auf der Grundlage umfangreicher Feldforschung im Hochland Guatemalas stellt Servando Z. Hinojosa dem Leser eine selten dokumentierte, aber dennoch weit verbreitete Art von Heilern vor.
Dieses Buch untersucht die Arbeit der Kaqchikel- und Tz'utujiil-Maya-Knochenheiler, analysiert, wie sie Verletzungen diagnostizieren und behandeln, und stellt die empirischen und sakralen Ansätze der verschiedenen Heiler gegenüber. Hinojosa zeigt, wie die Knochensetzer bestimmte biomedizinische Technologien sorgfältig anpassen, um den lokalen Erwartungen an die Behandlung gerecht zu werden, und kommt zu dem Schluss, dass das Knochensetzen trotz des Drucks und der Kritik seitens der biomedizinischen Gemeinschaft für die Maya kulturell bedeutsam und lebenswichtig bleibt, auch wenn seine Zukunft ungewiss bleibt.