
Mediation in the Reflection of Law and Society: European Perspectives
Trotz des langsamen Fortschritts in der Anwendung konsolidiert die Mediation weiterhin ihre Präsenz in der Streitbeilegung. Dieses wichtige Buch argumentiert, dass ein günstigeres sozio-rechtliches Klima geschaffen werden muss, damit die Mediation gedeihen kann, und analysiert dementsprechend die rechtlichen, kulturellen, sozialen, systemischen und räumlichen Aspekte der Anwendung der Mediation in der Rechtspraxis der verschiedenen Länder der Europäischen Union (EU). Auf der Grundlage einer räumlich-zeitlichen Analyse und von Modellen der Mediation in der EU zeigt es die sozialen und kulturellen Gründe für die Fragmentierung ihrer rechtlichen Regelung auf und zeigt, welche Wege es gibt, um die wirksame Umsetzung der Mediation in der sozialen Praxis zu fördern. Es ist das erste Buch, das den sozio-juristischen Kontext der Mediation erfasst. Eine raum-zeitliche Analyse des Ausmaßes der Nutzung von Mediation in einer so großen und gleichzeitig so vielfältigen Region wie der EU ist bisher noch nie durchgeführt worden.
Unter Verwendung verschiedener methodischer und konzeptioneller Ansätze zur Analyse der rechtlichen und sozialen Aspekte der Einführung der Mediation in die Rechtssysteme bieten die Autoren - alle mit langjähriger Erfahrung in der Ausübung und Erforschung der Mediation direkt vor Ort - unschätzbare Einblicke in solche Facetten der Nutzung der Mediation wie die folgenden:
⬤ das soziale Umfeld, das den Bedarf an Mediation weckt;
⬤ Hindernisse für eine breitere Anwendung der Mediation bei der Lösung von Streitigkeiten zwischen Parteien;
⬤ die Auswirkungen sozialer Einflüsse, die sich in der Gesetzgebung widerspiegeln und die Gesetze der einzelnen Länder prägen;
⬤ die grundlegenden Modelle, die das System des Zugangs zur Mediation in bestimmten EU-Mitgliedstaaten ausmachen;
⬤ die Rolle des Rechts als Instrument des sozialen Wandels und seine Widerspiegelung in der rechtlichen Regelung der Mediation; und.
⬤ Perspektiven für die weitere Entwicklung der Mediation in der EU.
Die vorgeschlagenen gesetzgeberischen Maßnahmen zur Verbesserung der Regulierung der Mediation in den EU-Ländern beruhen auf modernen Erkenntnissen der Rechtswissenschaft, Soziologie und Psychologie.
Als einzigartige Kombination aus der Erforschung der theoretischen Determinanten der Mediation und einer empirischen Studie über das Ausmaß ihrer Anwendung im europäischen Raum ist der grundlegende Beitrag dieses Buches zur Rechtstheorie und Praxis der Mediation unbestreitbar. Die Analyse der Mediation aus drei Perspektiven - als Mittel zur Verbesserung des Zugangs der Bürger zur Justiz, als Mittel zur Durchsetzung sozialer Gerechtigkeit in der Gesellschaft und als Mittel der wiederherstellenden Gerechtigkeit - ist in der heutigen globalen Gesellschaft von größtem Wert. Für die Nutzer der Mediation, die an der Mediation beteiligten EU-Institutionen, die Behörden der EU-Mitgliedstaaten, die sich mit dem Thema Mediation befassen, und die breitere Streitbeilegungsgemeinschaft weltweit wird das Buch wegen der großen Schritte, die es zur Verfeinerung der Argumente für die Förderung der Mediation und ihrer Entwicklung in Theorie, Forschung und Praxis unternimmt, begrüßt werden.