
Media Sociology and Journalism: Studies in Truth and Democracy
Mediensoziologie und Journalismus ist ein Dialog über die Art der Gesellschaft, in der wir uns befinden, wie sie durch Nachrichtenmedien und Politik definiert wird und wie sie in der zeitgenössischen soziologischen Theorie gesehen wird. Während wir uns mit den gegensätzlichen Visionen der globalen Pandemie und der wirtschaftlichen Depression sowie mit Lösungen für die Rassenfrage befassen, müssen wir uns daran erinnern, dass wir uns in einem politischen und medialen Sturm bewegen, der seit den unerwarteten Ergebnissen der US-Wahl 2016 und des Brexit-Referendums auf der ganzen Welt wütet. Deregulierung, Klimawandel, erzwungene Migrationen und Ungleichheit sind nur einige der Themen, bei denen sich Alt-Right, Progressive und Gemäßigte uneins sind. Journalismus, Politik und zeitgenössische soziologische Theorie werden in ihrem Zusammenspiel und ihren jeweiligen Stärken und Schwächen untersucht, um die Hartnäckigkeit der vielen zutiefst gegensätzlichen Behauptungen zu bewerten, bei denen jede Seite die "Wahrheit" der anderen als existenzielle Bedrohung ansieht.
Die Beziehung zwischen der Wahrheit und der Demokratie als Macht- und Gesellschaftsform war schon immer brüchig, oft dürftig und zuweilen sogar irrelevant. Wir befinden uns jedoch in einer Zeit, in der Journalisten, Politiker und Sozialwissenschaftler ständig ratlos sind, was sie mit der Verleugnung grundlegender Fakten tun sollen, auf die sie vertrauen sollen, um zur Schaffung von Demokratie beizutragen. Postwahrheitshaltungen, der Aufstieg des Autoritarismus, Fake News, Verschwörungstheorien, Neoliberalismus, Nihilismus und weißer Nationalismus sind allesamt Bedrohungen für die Demokratie, aber auch die sich wiederholenden journalistischen Mainstream-Narrativstrategien, die subalterne Subjekte, über die sie berichten, als erstes Publikum ausschließen, das sie sich beim Verfassen von Berichten und Meinungen vorstellen. Fallstudien über Einwanderung, städtische Armut und die Regulierung kultureller und religiöser Unterschiede werden ausgewählt, um Muster der Gastfreundschaft, der bedingten Toleranz oder der Anerkennung aufzuzeigen, die Journalisten für ihr Publikum in einer Weise formulieren, die dazu beiträgt, den öffentlichen Dialog über die Aufnahme, Akzeptanz oder Ablehnung anderer zu definieren.
Eine dialogische Kritik der Diskrepanz zwischen der Darstellung sozialer Akteure im Journalismus, in der Politik und in der Soziologie und ihrem Selbstverständnis ist der erste Schritt zu einem alternativen Weg zur Schaffung einer demokratischen Gesellschaft.