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Medical Ethics in the Ancient World
In diesem Buch zeichnet Paul Carrick die antiken griechischen und römischen Grundlagen der westlichen Medizinethik nach. Nach einem Überblick über 1500 Jahre vorchristlicher medizinischer Moralgeschichte wendet Carrick die Erkenntnisse der antiken Medizinethik auf Entwicklungen in der heutigen Medizin an, wie z. B. Patientenverfügungen, Gentherapie, ärztlich assistierten Suizid, Abtreibung und Leihmutterschaft. Er erörtert so zeitlose Themen wie den sozialen Status des Arztes.
Einstellungen zu Sterben und Tod.
Und das Verhältnis der Medizin zu Philosophie, Religion und Volksmoral. Es werden die Meinungen einer Vielzahl von Denkern der Antike herangezogen, darunter Ärzte, Dichter, Philosophen und Patienten. Er geht auch der rätselhaften Frage nach der Identität des Hippokrates nach und analysiert nicht nur den hippokratischen Eid, sondern auch die weniger bekannten Werke des Vaters der Medizin.
Mit Diskussionsfragen zu den einzelnen Kapiteln, Illustrationen, einer Landkarte und Anhängen mit ethischen Kodizes ist "Medical Ethics in the Ancient World" ein nützliches Werk für Kurse in den Bereichen medizinische Geisteswissenschaften, antike Philosophie, Bioethik, vergleichende Kulturen und Geschichte der Medizin. Carricks Buch ist sowohl für Fachleute als auch für Personen mit wenig Hintergrundwissen in medizinischer Philosophie oder antiker Wissenschaft zugänglich und zeigt, dass in der antiken Welt, wie auch in unserem eigenen postmodernen Zeitalter, Ärzte, Philosophen und Patienten eine Vielzahl von Perspektiven zu den grundlegendsten Fragen von Leben und Tod einnahmen.