Medizinische Knechtschaft: Ethnie, Geschlecht und die Ursprünge der amerikanischen Gynäkologie

Bewertung:   (4,8 von 5)

Medizinische Knechtschaft: Ethnie, Geschlecht und die Ursprünge der amerikanischen Gynäkologie (Cooper Owens Deirdre)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch wird für seine gründliche Recherche und seinen bedeutenden Beitrag zum Verständnis der Geschichte der Gynäkologie gelobt, insbesondere im Hinblick auf die Erfahrungen schwarzer Frauen. Die Rezensenten heben den pädagogischen Wert und die Bedeutung des Themas hervor, obwohl viele anmerken, dass es sich eher wie ein Lehrbuch als eine Erzählung liest und es an emotionalem Engagement mangelt.

Vorteile:

Gut recherchiert, lehrreich, wichtige historische Einblicke, hebt den Beitrag schwarzer Frauen in der Medizin hervor, geeignet für den akademischen Bereich, empfohlen für medizinisches Fachpersonal.

Nachteile:

Liest sich wie ein Lehrbuch, lässt emotionale Tiefe und persönliche Erzählungen vermissen, könnte Gelegenheitsleser nicht ansprechen, einige fanden die Sprecherwahl des Hörbuchs unangemessen.

(basierend auf 23 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Medical Bondage: Race, Gender, and the Origins of American Gynecology

Inhalt des Buches:

Die Leistungen von Pionierärzten wie John Peter Mettauer, James Marion Sims und Nathan Bozeman sind gut dokumentiert. Es ist auch kein Geheimnis, dass diese Gynäkologen im 19. Jahrhundert experimentelle Kaiserschnitte, Ovariotomien und Fisteloperationen hauptsächlich an armen und machtlosen Frauen durchführten. Medical Bondage betritt Neuland, indem es untersucht, wie und warum Ärzte diesen Frauen ihr volles Menschsein absprachen und sie dennoch als "medizinische Superkörper" schätzten, die sich hervorragend für medizinische Experimente eigneten.

In Medical Bondage untersucht Cooper Owens ein breites Spektrum an wissenschaftlicher Literatur und weniger formellen Mitteilungen, in denen Gynäkologen medizinische Fiktionen über ihre Patientinnen schufen und verbreiteten, wie z. B. ihre Überzeugung, dass schwarze versklavte Frauen Schmerzen besser ertragen konnten als weiße "Damen". Während sie die Medizin voranbrachten, legitimierten diese Ärzte noch jahrzehntelang unbegründete Theorien über Weiße und Schwarze, Männer und Frauen und die Unterlegenheit anderer Ethnien oder Nationalitäten.

Medical Bondage bewegt sich zwischen den Plantagen des Südens und den städtischen Zentren des Nordens, um aufzuzeigen, wie die amerikanischen Vorstellungen des 19. Jahrhunderts über Ethnie, Gesundheit und Status die Beziehungen zwischen Arzt und Patient an Orten der Heilung wie Sklavenhütten, medizinischen Fakultäten und Krankenhäusern beeinflussten. Es erzählt auch die Geschichte der schwarzen versklavten Frauen und der irischen Einwanderinnen aus der Perspektive dieser ausgebeuteten Gruppen und gibt uns so ein Bild ihres Lebens zurück.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780820354750
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2018
Seitenzahl:182

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