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Medical Entanglements: Rethinking Feminist Debates about Healthcare
Medical Entanglements verwendet intersektionale feministische, queere und crip-Theorien, um über das "Für oder Wider" medizinischer Interventionen hinauszugehen.
Anhand einer Reihe von Fallstudien - Operationen zur Geschlechtsangleichung, pharmazeutische Behandlungen gegen sexuelle Unzufriedenheit und Maßnahmen zur Gewichtsreduktion - wird in dem Buch argumentiert, dass die meisten medizinischen Interventionen aufgrund systemischer Ungleichheit gleichzeitig soziale Ungleichheit verstärken und individuelles Leid lindern. Das Buch zeigt, dass es keinen Weg gibt, sich aus diesem Dilemma herauszudenken, da die Widersprüche ein Produkt ungerechter Systeme sind.
Daher plädiert Gupta dafür, dass feministische Aktivistinnen und Theoretikerinnen dem Einzelnen die Wahl lassen sollten, ob er eine bestimmte Intervention in Anspruch nehmen will, während sie ihre Bemühungen um soziale Gerechtigkeit darauf ausrichten sollten, Unterdrückungssysteme abzubauen und sicherzustellen, dass alle Menschen unabhängig von ihrer Rasse, ihrem Geschlecht, ihrer Sexualität, ihrer Klasse oder ihren Fähigkeiten Zugang zu den grundlegenden Ressourcen haben, die sie zum Gedeihen benötigen.