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Citizens More Than Soldiers: The Kentucky Militia and Society in the Early Republic
Historiker stellen die Milizionäre des 19. Jahrhunderts üblicherweise als betrunkene Possenreißer dar, die sich in krummen Reihen aufstellten, sich gegenseitig mit Maisstengelwaffen anstießen und ihrem Befehlshaber unweigerlich mit einer rostigen, antiquierten Muskete in den Hintern schossen.
Citizens More than Soldiers zeigt, dass die Miliz zu Beginn des 19. Jahrhunderts eine aktive zivile Institution blieb, die die großen sozialen, politischen und wirtschaftlichen Veränderungen der Epoche mitbestimmte. In Anbetracht ihres Engagements in der Gemeinschaft waren die Milizionäre sogar einflussreicher auf die Reifung Kentuckys als jede andere formelle gesellschaftliche Organisation.
Citizens More than Soldiers zeigt, dass die Miliz nicht das verkümmerte Überbleibsel der Minutemen der Revolution war, sondern eine fortbestehende Organisation, die weiterhin eine wichtige Rolle in der amerikanischen Gesellschaft spielte. Die Studie zeigt auch, dass die Bürgersoldaten in ihren Gemeinden lokale, regionale und nationale Identitäten schufen, die soziale Hierarchie stärkten, die Demokratisierung und die Parteipolitik vorantrieben, den öffentlichen Frieden bewahrten, wirtschaftliche Aktivitäten förderten und Konzepte von Männlichkeit definierten.
Ein genaueres Verständnis des Beitrags der Miliz zur amerikanischen Gesellschaft erweitert unser Verständnis der Entwicklungsprozesse einer heranreifenden Nation und zeigt zum Beispiel, wie Bürgersoldaten den Nationalismus förderten, die Demokratisierung vorantrieben und die zivile Ordnung aufrechterhielten. Citizens More than Soldiers ist keine traditionelle Militärgeschichte über Feldzüge und Schlachten, sondern die Geschichte der Bürgersoldaten und ihres Beitrags zur Umgestaltung der amerikanischen Gesellschaft im 19.
Jahrhundert.