Bewertung:

In den Rezensionen wird das Buch „Die Meiji-Restauration“ von William Beasley als umfassender und gut geschriebener Bericht über eine komplexe Periode der japanischen Geschichte hervorgehoben. Während es die bedeutenden politischen und sozialen Veränderungen während der Bakumatsu-Periode und der Meiji-Restauration effektiv abdeckt, fanden einige Leser es aufgrund der großen Anzahl von Charakteren und komplizierten Details schwierig, sich zurechtzufinden.
Vorteile:⬤ Umfassende Darstellung der Bakumatsu-Periode und der Meiji-Restauration aus japanischer Sicht.
⬤ Fesselnder und klarer Schreibstil, der das Interesse der Leser aufrecht erhält.
⬤ Hochwertiges physisches Buch.
⬤ Bietet wichtige Einblicke in die soziale Mobilität und den Klassenwandel in Japan.
⬤ Hilft bei der akademischen Forschung (z. B. Abschlussarbeiten).
⬤ Schwierig, den Überblick über die zahlreichen Charaktere und ihre Zugehörigkeit zu behalten, da sich die Namen ähneln.
⬤ Einige Leser fanden das Buch etwas veraltet und teuer.
⬤ Die Erzählung kann für Leser, die mit der japanischen Geschichte nicht vertraut sind, eine Herausforderung sein.
⬤ In einer Rezension wurde ein Problem des Verkäufers mit dem Zustand des Buches erwähnt (Zigarrengeruch).
(basierend auf 9 Leserbewertungen)
Meiji Restoration
Erstens stellt sich die Frage nach der Rolle und der relativen Bedeutung interner und externer Faktoren für den Verlauf der Ereignisse. Haben die Aktivitäten der Westmächte Veränderungen in Japan ausgelöst, die sonst nicht stattgefunden hätten? Oder haben sie lediglich einen Prozess beschleunigt, der bereits begonnen hatte? Gab die westliche Zivilisation der japanischen Entwicklung eine neue Richtung, oder lieferte sie lediglich die äußeren Formen, durch die sich der einheimische Wandel manifestieren konnte? War sie eine Matrix oder nur eine Einkaufsliste?
Zweitens: Inwieweit war die Entwicklung des modernen Japan in gewisser Weise "unvermeidlich"? Waren die Hauptmerkmale der Meiji-Gesellschaft bereits in den Tempo-Reformen enthalten und warteten nur auf einen geeigneten Auslöser, um sie ins Leben zu rufen? War der Charakter der Meiji-Institutionen durch die soziale Zusammensetzung der Anti-Tokugawa-Bewegung bestimmt, oder ergab er sich aus einer Situation, die erst nach dem Sturz des Bakufu Gestalt annahm? Hier stellt sich das Problem der Beziehung zwischen der Tagespolitik und dem langfristigen sozioökonomischen Wandel. Man kann in Anlehnung an Toyama argumentieren, dass die politische Kontroverse über die Außenpolitik die Mittel lieferte, mit denen grundlegende sozioökonomische Faktoren wirksam wurden.
Oder man kann mit Sakata sagen, dass die Relevanz des sozioökonomischen Wandels darin besteht, dass er die Art und Weise mitbestimmt hat, in der die grundlegenden politischen Verästelungen der Auslandsfrage ausgearbeitet wurden. Der Unterschied in der Betonung ist signifikant.
Und schließlich: Haben die neueren Historiker in ihrer Beschäftigung mit anderen Themen etwas Wichtiges aus den Augen verloren, indem sie die Ideen qua Ideen relativ vernachlässigt haben? Sollten wir vielleicht aufhören, die Loyalität gegenüber dem Kaiser nur als Ausdruck von etwas anderem zu betrachten? Immerhin haben die Männer, deren Handlungen Gegenstand unserer Untersuchung sind, diese Loyalität ernst genug genommen, sicherlich als ein Instrument der Politik, wenn nicht gar als einen Glaubensartikel.