Bewertung:

Dieses Buch von Fethiye Cetin ist ein ergreifendes Erinnerungsbuch, das den Völkermord an den Armeniern durch die Erfahrungen ihrer Familie beleuchtet. Es zeigt die Kämpfe der Betroffenen auf und ist ein Aufruf zur Anerkennung vergangener Gräueltaten. Die Erzählung ist sowohl herzzerreißend als auch hoffnungsvoll und befasst sich mit Themen wie Erbe, Identität und dem Bedürfnis nach Versöhnung.
Vorteile:Emotionale und kraftvolle Erzählung, gut dokumentierte Familiengeschichte, eine einzigartige Perspektive auf den Völkermord an den Armeniern, herzliche Verbindungen zur Familie der Autorin und ein Aufruf zur Anerkennung der historischen Ereignisse. Das Buch wird als gut geschrieben und als wertvolle Quelle für das Verständnis der modernen türkischen Geschichte beschrieben.
Nachteile:Einige Leser fanden die Erzählstruktur verwirrend und den Schreibstil manchmal schwer nachvollziehbar. Außerdem hatten einige Rezensenten das Gefühl, dass sie sich mehr Tiefe oder Inhalt von dem Buch gewünscht hätten.
(basierend auf 27 Leserbewertungen)
My Grandmother: An Armenian-Turkish Memoir
Fethiye Cetin wuchs in der kleinen Stadt Maden in der Türkei auf und kannte ihre Großmutter als glückliche und angesehene muslimische Hausfrau namens Seher.
Erst Jahrzehnte später erfuhr sie die Wahrheit. Der Name ihrer Großmutter war nicht Seher, sondern Heranus. Sie wurde als christliche Armenierin geboren. Die meisten Männer in ihrem Dorf waren 1915 ermordet worden. Ein türkischer Gendarm hatte sie ihrer Mutter entrissen und sie adoptiert. Cetins Familiengeschichte verband sie direkt mit den schrecklichen Ursprüngen der modernen Türkei und der organisierten Verleugnung ihrer osmanischen Vergangenheit als gemeinsame Heimat vieler Glaubensrichtungen und Lebensweisen.
Meine Großmutter ist ein zutiefst berührendes Erinnerungsbuch und zugleich ein Schritt in Richtung einer anderen Türkei, die endlich mit ihrer Vergangenheit Frieden geschlossen hat.