Bewertung:

Leon Fleishers Autobiografie, die er gemeinsam mit Anne Midgette geschrieben hat, bietet einen inspirierenden und offenen Bericht über sein Leben und seine Kämpfe als Musiker, insbesondere nach dem Verlust seiner rechten Hand. Die Memoiren sind eine Mischung aus persönlichen Anekdoten, Reflexionen über berufliche Herausforderungen und Einblicken in die Musik und das Unterrichten, die sich sowohl an Musiker als auch an allgemeine Leser richten.
Vorteile:Das Buch wird für seinen Witz, seine Ehrlichkeit und seine fesselnde Erzählweise gelobt. Die Leser finden Fleishers Persönlichkeit und Beobachtungen fesselnd, und viele bemerken die emotionale Tiefe und den inspirierenden Charakter des Buches. Die Einbeziehung von „Meisterklassen“-Einblicken in Klavierkompositionen wird geschätzt und macht das Buch auch für Nicht-Musiker zugänglich. Der Schreibstil wird als lebendig, informativ und gesprächig beschrieben, was zu einem Gefühl der persönlichen Verbindung mit Fleisher führt.
Nachteile:Einige Leser empfanden die zweite Hälfte des Buches, in der Fleishers Kämpfe mit seinem Handleiden beschrieben werden, als zu langatmig und voller Selbstreflexion, die an Selbstmitleid grenzte. Einige Kritiker wiesen darauf hin, dass sich Fleishers Erzählung gelegentlich zu wiederholen schien und es von Vorteil gewesen wäre, wenn er sich mehr auf die Auswirkungen seiner persönlichen Kämpfe auf andere konzentriert hätte. Darüber hinaus wurde in einigen Rezensionen ein Gefühl der Frustration über Fleishers Entscheidungen und seine Einstellung zu seinem medizinischen Werdegang geäußert.
(basierend auf 32 Leserbewertungen)
My Nine Lives: A Memoir of Many Careers in Music
My Nine Lives ist eine kraftvolle und mitreißende Erinnerung an einen der größten Pianisten der Nachkriegszeit - eine inspirierende Geschichte über Mut, Mitgefühl und den Triumph über außergewöhnliche Chancen.
Auf dem Höhepunkt seiner Karriere verlor der gefeierte Pianist Leon Fleisher plötzlich den Gebrauch von zwei Fingern an seiner rechten Hand. Wie durch ein Wunder wurde bei ihm im Alter von sechsundsechzig Jahren eine fokale Dystonie diagnostiziert, die er durch eine Kombination aus Physiotherapie und experimentellen Botox-Injektionen in den Griff bekam. Im Jahr 2003 kehrte Fleisher in die Carnegie Hall zurück, um sein erstes beidhändiges Konzert seit über drei Jahrzehnten zu geben und brachte das Haus zum Beben.
Gemeinsam mit seiner Co-Autorin, der gefeierten Musikkritikerin Anne Midgette, erzählt Fleisher hier zum ersten Mal von der Depression, die ihn zu verschlingen drohte, als sich sein Zustand verschlimmerte, und von der schieren Liebe zur Musik, die ihn vor der völligen Selbstzerstörung rettete.