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Human Sacrifice and the Supernatural in African History
Seit jeher haben die Menschen auf der ganzen Welt nach Antworten auf die quälenden Fragen nach ihrer Herkunft, nach Krankheit, Tod und Leben nach dem Tod, nach der Bedeutung von Naturphänomenen wie Erdbeben, Sonnen- und Mondfinsternissen, der Geburt von Zwillingen usw. gesucht und danach, wie sie sich vor solchen mysteriösen Ereignissen schützen können.
Sie erfanden Gott und Götter und die okkulten Wissenschaften (Hexerei, Wahrsagerei und Wahrsagerei), um den Schutz übernatürlicher Mächte zu suchen, während Einzelne sie nutzten, um Macht zu erlangen, andere zu beherrschen und Reichtum anzuhäufen. Menschenopfer waren eine Möglichkeit, die Götter für das zu sühnen, was sie als Strafe für ihre Verfehlungen ansahen. Ein Beispiel: Die Anfänge des ghanaischen Asante-Königreichs sind mit Menschenopfern verbunden.
Am Vorabend des Krieges gegen Denkyira ließen sich einzelne Personen freiwillig opfern, um den Sieg zu garantieren. Später waren Menschenopfer in Asante vor allem politisch motiviert, da Könige und religiöse Führer Menschenopfer zum Gedenken an die Geister ihrer Vorfahren darbrachten und um deren Schutz gegen ihre Feinde zu erbitten.
Das Asante-Königreich ist eines von mehreren Beispielen für Menschenopfer und rituelle Tötungen auf dem afrikanischen Kontinent, die in dieser Studie untersucht werden. Zu den Fallstudien gehören Praktiken in Sierra Leone, Tansania (Festland), Sansibar, Uganda und Swasiland. Anzeigen, die sich auf das Okkulte beziehen, waren in den späten Jahren der Kolonialzeit und in den ersten Jahren der postkolonialen Periode ein häufiges Merkmal des Drum-Magazins, der populären südafrikanischen Zeitschrift im südlichen, östlichen und zentralen Afrika, was auf einen weit verbreiteten Glauben an diese Praktiken unter den Menschen in diesen Ländern hinweist? Jeder untersuchte Fall wird durch eine Darstellung der Folklore eingeleitet, die den Glauben an das Übernatürliche und die Art und Weise, wie die Folklore ihn aufrechterhält, ins rechte Licht rückt.
Durch die sorgfältige Untersuchung dieser ausgewählten Fälle hebt dieses Buch allgemeine Merkmale von Menschenopfern hervor, die mit auffallender Gleichförmigkeit in allen Teilen Afrikas südlich der Sahara vorkommen, und warum sie bis heute fortbestehen. Er stützt sich auf umfangreiche schriftliche Quellen, um diese Praktiken in anderen Kulturen, auch in den westlichen Gesellschaften, aufzuzeigen.