Bewertung:

Das Buch ist sehr lehrreich und bietet eine gut dokumentierte und ausgewogene Untersuchung der westlichen Demokratien und der historischen Behandlung von Menschen unter unmenschlichen Bedingungen, insbesondere im Rahmen von Ausstellungen und Zoos. Es wurde für seinen ausgezeichneten Zustand und den zusätzlichen Inhalt gelobt, der die Erfahrung des Lesers bereichert.
Vorteile:⬤ Pädagogischer Inhalt über westliche Demokratien
⬤ gut dokumentierte Geschichte
⬤ hervorragender Zustand des Buches bei der Lieferung
⬤ zusätzliche Broschüre enthalten
⬤ wird als Pflichtlektüre angesehen.
Einige Rezensionen deuten auf einen Mangel an spezifischen Kritiken hin, was auf eine allgemein positive Aufnahme hinweist, ohne dass nennenswerte Nachteile erwähnt werden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Human Zoos: Science and Spectacle in the Age of Empire
Menschenzoos", vergessene Symbole der Kolonialzeit, sind in unserem kollektiven Gedächtnis völlig verdrängt worden.
In diesen "anthropozoologischen" Ausstellungen wurden "exotische" Individuen neben wilden Tieren platziert und hinter Gittern oder in Gehegen präsentiert. Menschliche Zoos waren jedoch ein Schlüsselfaktor für den fortschreitenden Übergang vom wissenschaftlichen zum populären Rassismus im Westen.
Jahrhunderts, unterstreicht dieser gründlich dokumentierte Band die Art und Weise, in der sie das Leben von Millionen von Besuchern beeinflussten, von London bis New York, von Warschau bis Mailand, von Moskau bis Tokio, Hagenbecks "Völkerschauen" (die von Deutschland aus durch europäische Großstädte tourten), Dörfer im französischen Stil sowie die großen Welt- und Kolonialausstellungen erfand der Westen den "Wilden", stellte die "Völker der Welt" aus und bereitete in vielen Fällen deren Kolonisierung vor oder trug zu ihr bei. Dieser erste massenhafte Kontakt zwischen "uns" und "ihnen", zwischen dem Westen und anderen Ländern, schuf eine unsichtbare Grenze. Von Wissenschaftlern vermessen, in Shows ausgebeutet und in offiziellen Ausstellungen verwendet, wurden diese Männer, Frauen und Kinder zu Statisten in einem Imaginären und in einer Geschichte, die nicht ihre eigene war.
Basierend auf dem französischen Bestseller Zoos Humains, aber mit einer Reihe von neu in Auftrag gegebenen Kapiteln, beleuchtet Human Zoos die "Spektakularisierung" des Anderen, ein Prozess, der den Ursprung der heutigen Stereotypen und der Konstruktion unserer eigenen Identitäten darstellt. Ein einzigartiges Buch über ein entscheidendes Phänomen, das uns ins Herz der westlichen Fantasien führt und uns die Entstehung von Identität in Japan, Europa und Nordamerika verstehen lässt.