Michael Young, die Sozialwissenschaft und die britische Linke, 1945-1970

Michael Young, die Sozialwissenschaft und die britische Linke, 1945-1970 (Lise Butler)

Originaltitel:

Michael Young, Social Science, and the British Left, 1945-1970

Inhalt des Buches:

Im Großbritannien der Nachkriegszeit spielte der linke Politiker und Soziologe Michael Young eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des intellektuellen, politischen und kulturellen Lebens Großbritanniens, indem er sein Studium der Sozialwissenschaften als Grundlage für sein politisches Denken nutzte.

In der Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts erfuhren die Sozialwissenschaften eine erhebliche Ausweitung und spielten eine wichtige Rolle bei der Gestaltung des intellektuellen, politischen und kulturellen Lebens Großbritanniens. Eine zentrale Rolle bei diesem intellektuellen Wandel spielte der linke Politiker und Soziologe Michael Young. Als politischer Entscheidungsträger der Labour Party in den 1940er Jahren war Young einer der Hauptverantwortlichen für das Wahlprogramm der Partei von 1945, "Let Us Face the Future". In den 1950er Jahren wurde er Soziologe und veröffentlichte 1957 zusammen mit Peter Willmott eine klassische Studie über die Ostlondoner Arbeiterklasse, Family and Kinship in East London, der er eine dystopische Satire, The Rise of the Meritocracy, über eine zukünftige Gesellschaft folgen ließ, in der der soziale Status ausschließlich durch Intelligenz bestimmt wird. Young war auch ein produktiver sozialer Innovator, der Dutzende von Organisationen gründete oder inspirierte, darunter das Institute of Community Studies, die Consumers' Association, die Zeitschrift Which?, den Social Science Research Council und die Open University. Dazwischen bewegen.

Politik, Sozialwissenschaft und Aktivismus: Young war der Ansicht, dass Disziplinen wie Soziologie, Psychologie und Anthropologie politischen Entscheidungsträgern und Politikern helfen könnten, die menschliche Natur zu verstehen, was ihnen wiederum helfen könnte, bessere politische und soziale Institutionen zu schaffen.

In diesem Buch wird die Beziehung zwischen Sozialwissenschaft und öffentlicher Politik in der linken Politik zwischen dem Ende des Zweiten Weltkriegs und dem Ende der ersten Wilson-Regierung anhand der Figur Michael Young untersucht. Anhand von Youngs produktiven Schriften und seinen intellektuellen und politischen Netzwerken wird dargelegt, dass er und andere Sozialwissenschaftler und politische Entscheidungsträger zeitgenössische Ideen aus den Sozialwissenschaften nutzten, um zentrale Werte der Labour-Partei wie Vollbeschäftigung und Verstaatlichung in Frage zu stellen und dafür zu plädieren, dass die Labour-Partei mehr Gewicht auf Beziehungen, Familie und Gemeinschaft legen sollte. Er zeigt, dass die Sozialwissenschaften in das Projekt einer sozialdemokratischen Regierung im Nachkriegs-Britannien eingebettet waren, und argumentiert, dass Historiker und Wissenschaftler ihre Rolle in der britischen Politik und im politischen Denken ernst nehmen sollten.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780198862895
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:288

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