Migräne: Eine Geschichte

Bewertung:   (4,4 von 5)

Migräne: Eine Geschichte (Katherine Foxhall)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch „Migräne: A History“ von Katherine Foxhall bietet eine eingehende Untersuchung des historischen Verständnisses und der Behandlung von Migräne. Es hat gemischte Kritiken erhalten. Einige Leser schätzen die gründliche Recherche und den einfühlsamen Ansatz, während andere kritisieren, dass es dem Buch an Tiefe in Bezug auf chronische Migräne mangelt und die Erzählung unzusammenhängend ist.

Vorteile:

Das Buch ist umfangreich recherchiert und deckt ein breites chronologisches Spektrum an Behandlungen und Erkenntnissen über Migräne ab. Es wird gelobt, weil es faszinierend, informativ und einfühlsam für die Schmerzen von Menschen mit Migräne ist. Die Autorin verknüpft auf effektive Weise historische medizinische Praktiken mit aktuellen Erkenntnissen und betont die subjektive Erfahrung von Migränepatienten.

Nachteile:

Einige Rezensenten bemängeln, dass das Buch nicht ausführlich auf die chronische Migräne eingeht, sondern sich hauptsächlich auf die Kopfschmerzsymptome konzentriert. Dieses Versäumnis schmälert die Relevanz des Buches für viele chronisch Betroffene. Außerdem wird der Erzählung ein Mangel an Kontinuität nachgesagt, wodurch sie sich sprunghaft und etwas unzusammenhängend anfühlt.

(basierend auf 4 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Migraine: A History

Inhalt des Buches:

Seit Jahrhunderten sprechen die Menschen von einer starken körperlichen Störung namens Migräne, von der derzeit etwa eine Milliarde Menschen auf der Welt betroffen sind. Doch bisher wurde die reiche Geschichte dieses Leidens kaum erzählt.

In Migräne enthüllt die preisgekrönte Historikerin Katherine Foxhall die Ideen und Methoden, die gewöhnliche Menschen und Mediziner seit dem Mittelalter zur Beschreibung, Erklärung und Behandlung von Migräne verwendet haben. Foxhall geht auf die klassischen Theorien der Humoralstörungen und den mittelalterlichen Aderlass ein und beschreibt auch die frühneuzeitlichen pflanzlichen Heilmittel, die Entstehung der Neurologie und die sich entwickelnden Praktiken des therapeutischen Experimentierens. Foxhall argumentiert überzeugend, dass unser heutiges Wissen über die Neurobiologie der Migräne auf einer jahrhundertelangen sozialen, kulturellen und medizinischen Geschichte beruht. Diese Geschichte, so zeigt sie, prägt nach wie vor unser Wissen über diese komplizierte Krankheit, unsere Haltung gegenüber Migränepatienten und die manchmal drastischen Maßnahmen, die wir zur Schmerzbekämpfung ergreifen.

Migräne ist ein intimer Blick darauf, wie sich kulturelle Einstellungen und therapeutische Praktiken als Reaktion auf medizinische und pharmazeutische Entwicklungen radikal verändert haben. Foxhall stützt sich auf eine Fülle bisher nicht untersuchter Quellen, darunter mittelalterliche Manuskripte, frühneuzeitliche Rezeptbücher, medizinische Fachzeitschriften, Fallnotizen aus Krankenhäusern, Zeitungsanzeigen, private Tagebücher, Beratungsbriefe, Kunstwerke, Gedichte und YouTube-Videos. Diese faszinierende und leicht zugängliche Studie über eine unserer häufigsten, behindernden - und dennoch oft abgetanen - Erkrankungen ist gründlich recherchiert und schön geschrieben. Sie wird Ärzte, Historiker, Wissenschaftler der medizinischen Geisteswissenschaften und Menschen, die mit Migräne leben, gleichermaßen ansprechen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781421429489
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2019
Seitenzahl:292

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