
Militarizing Marriage: West African Soldiers' Conjugal Traditions in Modern French Empire
Anhand der Einsätze der tirailleurs s n galais in Westafrika, Kongo, Madagaskar, Nordafrika, Syrien-Libanon, Vietnam und Algerien von den 1880er Jahren bis 1962 zeigt Militarizing Marriage historisch auf, wie afrikanische Soldaten eheliche Strategien mit Frauen im In- und Ausland vorantrieben. Sarah J.
Zimmerman untersucht die Entwicklung der ehelichen Beziehungen von Frauen zu westafrikanischen Kolonialsoldaten, um zu zeigen, wie Sexualität, Geschlecht und Ausbeutung von Frauen für die gewaltsame koloniale Expansion und den Alltag der Kolonialherrschaft im modernen französischen Kaiserreich von grundlegender Bedeutung waren. Diese ehelichen Verhaltensweisen wurden zu militärischen Ehetraditionen, die die intime Manifestation der kolonialen Macht in der sozialen Reproduktion im gesamten Reich normalisierten.
Die kolonialen und rassenübergreifenden Haushalte der Soldaten bildeten sich an der Schnittstelle von Rasse und Sexualität außerhalb des binären Systems Kolonisator/Kolonisierte. Militarizing Marriage nutzt die zeitgenössische feministische Forschung zu Militarismus und Gewalt, um darzustellen, wie die Unterwerfung von Frauen für die militärische Eroberung und koloniale Herrschaft unerlässlich war.