Bewertung:

Minus One ist eine Sammlung von zehn Kurzgeschichten von Doris Iarovici, die sich mit Themen wie Verlust, Widerstandsfähigkeit und der Komplexität menschlicher Beziehungen auseinandersetzt. Die Geschichten befassen sich mit den emotionalen Kämpfen verschiedener Figuren, die mit Trauer, familiären Herausforderungen und persönlichem Wachstum zu kämpfen haben. Die Texte zeichnen sich durch intelligente Einsichten und einen innovativen Erzählstil aus, der den Leser fesselt und herausfordert.
Vorteile:Das Coverdesign ist ansprechend und eindrucksvoll. Iarovici wird für ihre meisterhafte Charaktergestaltung gelobt, die mit minimalen Beschreibungen Tiefe vermittelt. Der Schreibstil ist intelligent und fesselnd, zeigt die Menschenkenntnis der Autorin und regt zum Mitfühlen an. Die innovative Satzstruktur fesselt den Leser und schafft ein Gefühl von Dringlichkeit und Chaos, das die Erzählung vorantreibt.
Nachteile:Manche Leser könnten die Themen der Traurigkeit überwältigend finden. Die ungelösten Enden einiger Geschichten könnten dazu führen, dass sich die Leser mehr Abschluss wünschen. Die starke Fokussierung auf Verlust und Trauer könnte diejenigen nicht ansprechen, die nach leichteren Geschichten suchen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Minus One
Die abwechselnd erschütternden, transzendenten und eindringlichen Geschichten in Minus Eins folgen Charakteren, deren Leben durch Tod, Entfremdung und Verlust aus den Fugen geraten ist - und wie sie mit Einsamkeit und Abwesenheit umgehen müssen, um ihre neue Realität aufzubauen.
In intimen Porträts analysiert eine Psychiaterin die übersehenen Anzeichen der gefährlichen Sucht ihres Stiefsohns, ein verbitterter Junge will sich an seiner Stiefmutter rächen, ein Chirurg stellt sich seinen gescheiterten Ehen, eine Künstlerin sucht nach einer neuen Identität in der Witwenschaft und eine junge Tänzerin schmiedet Pläne, um einem manipulativen älteren Partner zu entkommen. In diesem schmalen und kraftvollen Band finden sich scharfsinnige Beobachtungen darüber, wie Schmerz und Trauer von einer Generation auf die nächste vererbt werden können.
Mit Zärtlichkeit und Ehrlichkeit erforscht Doris Iarovici die Abgründe der menschlichen Erfahrung, verweilt in Momenten familiärer Wärme und Freude, scheut aber auch nicht vor Konflikten und Spannungen zurück. Diese Geschichten offenbaren selbst in unseren dunkelsten Zeiten Schimmer von Hoffnung und Möglichkeiten.