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Miracles Revisited: New Testament Miracle Stories and Their Concepts of Reality
Seit David Hume wird die Interpretation von Wundergeschichten im Westen von der binären Unterscheidung von Fakt und Fiktion beherrscht. Die formkritische Methode fügte der Interpretation von Wundern eine weitere Einschränkung hinzu, indem sie den Kontext ihrer Makrotexte vernachlässigte.
Nicht zuletzt war die Hermeneutik der Entmythologisierung am Selbstverständnis der Individuen und nicht an politischen Perspektiven interessiert. Das Buch beleuchtet Wundergeschichten im Hinblick auf diese Dimensionen: 1. Es fordert, die Deutung von Wundergeschichten mit Wirklichkeitskonzepten zu verbinden.
2. Es kritisiert die Einschränkungen der formkritischen Methode. 3.
Sie betont die politischen Implikationen von Wundergeschichten und ihren Interpretationen. Auch die neuere Forschung nimmt diesen modernen Gegensatz von Fakt und Fiktion als selbstverständlich hin. In diesem Buch werden diese Wirklichkeitskonzepte mit den Interpretationen von Wundern kritisch untersucht.
Es geht darum, wie die stets komplexen Wirklichkeitskonzepte in Geschichten von Wunderheilungen und deren Rezeption in Medizin, Kunst, Literatur, Theologie und Philosophie von der Antike bis zum Mittelalter zum Ausdruck kamen. Nur durch solche vergangenen Konzepte können zeitgenössische Interpretationen antiker Heilungen an Plausibilität gewinnen.