
Missionary Impositions: Conversion, Resistance, and other Challenges to Objectivity in Religious Ethnography
In dieser Aufsatzsammlung untersuchen Religionsanthropologen die besonderen Herausforderungen, denen sie sich bei der Untersuchung von Bevölkerungsgruppen gegenübersehen, die sich bekehren. Die Durchführung von Feldforschung in diesen Gruppen kann den Besuch von Gottesdiensten, Meditation, Gebet und Pilgerreisen beinhalten.
Anthropologen, die an solchen Forschungen teilnehmen, könnten unbewusst den Eindruck erwecken, dass ihr Interesse eher persönlicher als beruflicher Natur ist, und unbeabsichtigt Missionare ermutigen, ihnen die Bekehrung aufzuzwingen. Darüber hinaus können die Einstellungen der Anthropologen zu Religion, Glaube und Glauben sowie ihre Reaktion auf den Bekehrungsdruck ihre Objektivität beeinträchtigen und dazu führen, dass sie den Missionaren ihr eigenes Verständnis aufzwingen. Obwohl Anthropologen die Rolle der Identität in der Forschung - insbesondere der geschlechtlichen und ethnischen Identität - ausführlich und fruchtbar untersucht haben, wurde die religiöse Identität, die fließender und veränderlicher ist, bisher relativ vernachlässigt.
In diesem Band wird die Rolle der religiösen Identität in der Feldforschung untersucht, indem untersucht wird, wie Forscher auf die Teilnahme an religiösen Aktivitäten und auf die Dienste von Missionaren reagieren, sowohl wissenschaftlich als auch persönlich. Dieser Band enthält Aufsätze von Anthropologen, die sich mit den proselytisierenden Religionen des Buddhismus, des Islam, des Christentums sowie mit anderen Religionen befassen, und gibt eine Reihe von Antworten auf die Frage, wie Anthropologen die Kluft zwischen Glauben und Unglauben angehen sollten, wenn missionarischer Eifer der anthropologischen Neugier seine Interpretationen aufzwingt.