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Missions Begin with Blood: Suffering and Salvation in the Borderlands of New Spain
Die Vorstellung, dass erfolgreiche Missionen Aufstände der Eingeborenen und den Tod von Missionaren voraussetzten, erscheint zwar kontraintuitiv, doch dieses Buch zeigt, wie sie zu einer zentralen Logik der Grenzkolonisation im spanischen Nordamerika wurde.
Missionen beginnen mit Blut" argumentiert, dass das Martyrium als eine Zeremonie der Besessenheit fungierte, die den Jesuiten half, Gewalt, Krankheit und Tod als Mittel zu verstehen, mit denen Gott unweigerlich das Christentum voranbringt. Ob sie ihre Vorgesetzten um Unterstützung baten, sich darauf vorbereiteten, die "Götzendienste" der Eingeborenen auszurotten oder ihre Bekehrungen vor Kritikern zu schützen - die Jesuiten fanden in ihrer Verfolgung Macht und in ihrer Opferrolle den Sieg.
Dieses Buch setzt diese Opfergeschichten in Beziehung zu tiefen Genealogien des erlösenden Todes im katholischen Diskurs und erklärt, wie martyrologische Redewendungen dazu dienten, den frühneuzeitlichen Kolonialismus zu rationalisieren. Insbesondere beriefen sich die Missionare auf eine landwirtschaftliche Metapher, die das Leiden in Saatgut umwandelte, das, wenn es mit Schweiß und Blut bewässert wurde, eines Tages eine reiche Ernte des indigenen Christentums einbringen würde.