Bewertung:

Das Buch ist ein wortgewandter und aufschlussreicher Erinnerungsbericht von Osha Neumann, der das Wesen der 1960er Jahre einfängt und Humor, Poesie und tiefgründige Reflexionen über Kultur und Aktivismus miteinander verbindet. Das Buch ist sowohl eine fesselnde Erzählung als auch eine durchdachte Analyse dieser transformativen Ära.
Vorteile:Gut geschrieben, temporeich, humorvoll und poetisch. Bietet einen tiefen und ehrlichen Blick auf die 1960er Jahre aus einer einzigartigen Perspektive. Der Autorin gelingt es, persönliche Reflexionen mit breiteren kulturellen Einsichten zu verbinden, was das Buch sowohl fesselnd als auch erhellend macht.
Nachteile:In den Rezensionen wurden keine nennenswerten Nachteile festgestellt, aber einige Leser könnten den autobiografischen Charakter weniger ansprechend finden, wenn sie rein historische Berichte bevorzugen.
(basierend auf 4 Leserbewertungen)
Up Against The Wall Motherf**ker
Sie nannten sich die Motherfuckers; andere nannten sie eine „Straßengang mit einer Analyse“. Osha Neumanns nachdenklicher, witziger und ehrlicher Bericht über seine Rolle in der Gegenkultur der 60er Jahre ist auch ein schonungsloser Blick darauf, was all die Rebellion der Vergangenheit heute bedeutet.
Die rasante Geschichte folgt der Gründung der Motherfuckers, die die Yippies und die Mitglieder des SDS beeinflussten; sie macht die Kunst, die Musik und die Politik dieser Ära anschaulich und enthüllt die schillernden, oft zutiefst seltsamen Persönlichkeiten, die der Bewegung ihren Schwung gaben. Abbie Hoffman sagte, die Motherfuckers seien „der Alptraum der Mittelklasse ...
ein antimediales Medienphänomen, einfach weil ihr Name nicht gedruckt werden konnte.“ In den wenigen Jahren ihres Bestehens drang die Gruppe während eines Kriegsprotestes in das Pentagon ein, half bei der Besetzung eines der Gebäude der Columbia University und durchtrennte die Zäune in Woodstock, um Tausenden freien Eintritt zu gewähren, neben vielen anderen radikalen Heldentaten. Von einer zerrütteten Intellektuellenfamilie über die Rebellion in den Straßen von New York bis hin zu den Kommunen in Kalifornien zeigt uns Newmann den Blick auf ein Leben, das von Rebellion, Wut und schließlich einem zaghaften Frieden geprägt war.