
Pity and Identity in the Age of Shakespeare
Das frühneuzeitliche englische Schrifttum über Mitleid zeugt von einer sozialen Kultur, die speziell auf Emotionen ausgerichtet war und die (zumindest teilweise) von der Sorge geprägt war, wer Mitleid verdient und was es den Einzelnen kosten könnte, es zu zeigen.
Pity and Identity in the Age of Shakespeare stellt das frühneuzeitliche England als einen Ort dar, an dem gleichzeitig chaotische und widersprüchliche Ansichten über Mitleid vorherrschen, die Anziehung, Furcht, Angst, Positivität und Verurteilung vereinen, um ein Bild einer Emotion zu zeichnen, die gleichzeitig instabil und essentiell, gefährlich und vital, trügerisch und verführerisch ist. Die Auswirkungen dieser emotionalen Belastung auf den Einzelnen spielten eine wichtige Rolle bei der Identitätsbildung im frühneuzeitlichen England und prägten die Art und Weise, wie die Menschen über sich selbst und ihre Gemeinschaften dachten.
Anhand eines breiten Spektrums an Material - darunter dramatische Werke von William Shakespeare, Thomas Heywood, Ben Jonson, Thomas Middleton und William Rowley, mittelalterliche Moraldramen und Lyrik von Philip Sidney, Thomas Wyatt, Samuel Daniel, Thomas Lodge, Barnabe Barnes, George Rodney und Frances Howard - argumentiert dieses Buch für die zentrale Bedeutung von literarischem Material für die breitere Geschichte der Emotionen, ein Gebiet, das bisher weitgehend das Anliegen von Sozial- und Kulturhistorikern war. Pity and Identity in the Age of Shakespeare zeigt, dass sowohl literarisches Material als auch Literaturkritik neue Einblicke in die Erfahrung und den Ausdruck emotionaler Menschlichkeit bieten können.