
Mitochondria: From Physiology to Pathology: From Physiology to Pathology
Mitochondrien spielen im Rahmen der Zellphysiologie eine zunehmend zentrale Rolle. Diese Organellen verfügen über ein eigenes Genom (mtDNA), das funktionell mit dem Kerngenom koordiniert ist. Die mitochondriale Genexpression wird durch molekulare Prozesse (Replikation, Transkription, Translation und Aufbau von Atmungskettenkomplexen) vermittelt, die alle innerhalb der Mitochondrien stattfinden. Einige Aspekte der mtDNA-Expression sind bereits gut charakterisiert, aber viele weitere sind entweder noch in der Diskussion oder müssen erst noch entdeckt werden.
Das Verständnis der in den Mitochondrien ablaufenden molekularen Prozesse ist auch von klinischer Bedeutung. Störungen, die diese wichtigen "Drehscheiben" des Stoffwechsels betreffen, werden mit einer ganzen Reihe von schweren Erkrankungen in Verbindung gebracht, die als mitochondriale Krankheiten bezeichnet werden. In den letzten Jahren wurden erhebliche Fortschritte beim Verständnis der pathogenen Mechanismen erzielt, die der mitochondrialen Dysfunktion zugrunde liegen.
Bis heute handelt es sich bei mitochondrialen Erkrankungen jedoch um komplexe genetische Störungen, für die es keine wirksame Therapie gibt. Die derzeitigen therapeutischen Strategien und klinischen Versuche zielen darauf ab, die klinischen Manifestationen zu mildern und das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen, um die Lebensqualität der Patienten zu verbessern.
Das Ziel der in Life (ISSN: 2075-1729) veröffentlichten Sonderausgabe "Mitochondria: from Physiology to Pathology" war es, Forschungs- und Übersichtsartikel zu sammeln, die physiologische und pathologische Aspekte im Zusammenhang mit der Erhaltung der mtDNA und der Genexpression, der mitochondrialen Biogenese, dem Proteinimport, dem Organellenstoffwechsel und der Qualitätskontrolle abdecken.