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Fashion and Women's Attitudes in the Nineteenth Century
Jahrhundert, so C. Willett Cunnington, war eine Zeit, in der der Kult der Bescheidenheit ein als Tugend getarntes taktisches Manöver war. Es war auch eine Zeit, in der Euphemismen für Begriffe wie "nackt", "Busen" und "Beine" verwendet wurden und in der Unterwäsche vage als "Lingerie" bezeichnet wurde. -.
Cunnington, eine Autorität auf dem Gebiet der Mode des frühen zwanzigsten Jahrhunderts, vertritt die Ansicht, dass die viktorianische Matrone ebenso sehr von der aktuellen Mode wie von Instinkt und Sitte geleitet wurde. In einer leichten, amüsanten und sehr lesenswerten Darstellung beschreibt er nicht nur, was die Engländerinnen im neunzehnten Jahrhundert trugen, sondern erklärt auch, warum sie sich so kleideten, wie sie es taten.
Angereichert mit Auszügen aus Romanen, Korrespondenz aus den Kolumnen von Frauenzeitschriften, Modebeschreibungen und zeitgenössischen Werbungen für Schönheitsmittel, zeichnet der Band die Veränderungen in der weiblichen Kleidung und in den Vorstellungen der Frauen von Jahrzehnt zu Jahrzehnt bis ins 19. Jahrhundert nach. Die Bedeutung der Mode und das Verlangen, die Angehörigen der gleichen sozialen Gruppe zu imitieren, werden ebenso untersucht wie der Wunsch, sexuell attraktiv zu sein, und die damit verbundenen Bemühungen, sexuelle Merkmale zu verbergen.
Dieses sorgfältig recherchierte Werk zu einem faszinierenden Thema wird ein breites Publikum ansprechen, darunter Feministinnen, Soziologen, Modehistoriker und Kostümdesigner.