
Modern Enlightenment and the Rule of Reason
Die Aufsätze in diesem Band stellen die Frage, die der allgemeine Sprachgebrauch verdrängt hat: War „die Aufklärung“ wirklich aufgeklärt oder aufklärerisch? Die Wissenschaft ist dieser Frage bisweilen ausgewichen, indem sie sich auf historische Besonderheiten im Europa des 18. Jahrhunderts beschränkt hat.
Doch die sichtbarsten Verfechter der Aufklärung, die „Philosophen“, bestanden darauf, dass ihr Projekt ein Jahrhundert zuvor in den Schriften der ersten selbsternannten modernen „Philosophen“ seinen Ursprung hatte. Dieser Band sucht nach philosophischer Klarheit über die Aufklärung in der Moderne, indem er mit Bacon, Descartes und Hobbes beginnt. Die Betrachtung von Pascal, Spinoza, Leibniz, Hume, Roussea, Lessing und Kant - allesamt philosophische Kritiker oder Reformer der Aufklärung - fördert die Untersuchung ihres Erbes, indem sie ihre Vielfalt aufzeigt.
Schließlich zeigt das Buch die Vitalität der Aufklärung auf, indem es darlegt, auf welche Weise sie auch in diesem Jahrhundert noch philosophischen Einfluss ausübt. Die Autoren erörtern verschiedene Themen, die mit dem Anspruch der aufklärerischen Vernunft zusammenhängen: Gerechtigkeit, Tradition und Autorität; die Beherrschung der Natur; Metaphysik und wissenschaftliche Methode; aufgeklärter und unaufgeklärter „Dogmatismus“; die utilitaristische Revision des Gemeinwohls und des allgemein Wahren; das Christentum und die Grenzen der aufgeklärten Theologie; „Theodizee“; Ästhetik und politische Rhetorik; Mythos, Geschichte und menschliche Freiheit.