Moderne Bewegung markieren: Tanz und Geschlecht in der visuellen Bildsprache der Weimarer Republik

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Moderne Bewegung markieren: Tanz und Geschlecht in der visuellen Bildsprache der Weimarer Republik (Susan Funkenstein)

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Originaltitel:

Marking Modern Movement: Dance and Gender in the Visual Imagery of the Weimar Republic

Inhalt des Buches:

Stellen Sie sich vor, Sie befinden sich im Deutschland der Weimarer Republik: Sie werden visuell mit Darstellungen des Tanzes überflutet. Wenn Sie eine Frauenzeitschrift durchblättern, finden Sie ein Foto nach dem anderen von langbeinigen Revuestars, die in Pailletten und Federn gekleidet sind und Sie kokett anlächeln. Wenn man eine Kunstausstellung besucht, stößt man auf Otto Dix' drei Meter hohes Triptychon Metropolis, auf dem Charleston-Tänzerinnen in der neuesten Luxusmode zu sehen sind, oder auf Emil Noldes Aquarelle von Mary Wigman, deren leuchtende Blau- und Violetttöne das Geheimnis und die Ausdruckskraft ihrer Choreografien beschwören. Im Bauhaus nehmen Sie am Metallic Festival teil und werden Zeuge der Verwandlung der Schule in ein humorvolles, glänzendes, technologisches Gesamtkunstwerk; Sie verkleiden sich, indem Sie sich eine Metallplatte auf den Kopf schnallen, bewundern Ihr Spiegelbild in den von der Decke hängenden Blechkugeln und tanzen den für das Bauhaus typischen Schritt, bei dem Sie bis spät in die Nacht kräftig hüpfen und stampfen.

Doch hinter dem Glanz dieser Darstellungen und Erfahrungen verbarg sich ein weitaus komplexeres Thema, bei dem es um Fragen des Geschlechts und des Körpers in einer turbulenten Periode der Geschichte, der ersten deutschen Demokratie (1918-1933), ging. Die Bilder, die in Marking Modern Movement reichlich illustriert und analysiert werden, dienen nicht nur der Erheiterung, sondern verdeutlichen auch, wie bildende Künstler und Tänzer miteinander befreundet waren und zusammengearbeitet haben. In vielerlei Hinsicht haben Künstler und Tänzer aufgrund dieser Verbindungen einen neuen Weg eingeschlagen, auf dem die Bilder das tiefe Verständnis der Künstler für den Tanz, ihre dynamische Auseinandersetzung mit der Populärkultur und die daraus resultierende Möglichkeit der Darstellung von Tänzerinnen als zu respektierende kulturelle Autoritäten offenbaren. Anhand von sechs Fallstudien untersucht Marking Modern Movement, wie und warum diese komplexe Dynamik in einer für den jeweiligen historischen Moment spezifischen Weise stattfand.

Marking Modern Movement ist ein umfangreich illustriertes und mit Farbtafeln versehenes, klar geschriebenes Buch, das für allgemeine Leser und Studenten zugänglich ist. In einer Zeit, in der eine wachsende Zahl großer Kunstmuseen groß angelegte Ausstellungen zu Bildern des Tanzes zeigt, besteht ein erhebliches öffentliches Interesse an diesem Thema. Marking Modern Movement, das Germanistik, Kunstgeschichte, Tanzwissenschaft, Geschlechterforschung und Populärkulturwissenschaft miteinander verbindet, soll Leserinnen und Leser aus den unterschiedlichsten Perspektiven und Interessen ansprechen.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780472054619
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:2020
Seitenzahl:344

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