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Modern Art at the Border of Mind and Brain
Der Mensch hat seit mehr als dreißigtausend Jahren kontinuierlich Bilder gemacht.
Die ältesten bekannten Höhlenmalereien sind sechs bis zehn Mal älter als die ersten Formen der Schriftsprache. Bilder helfen uns, unsere Gedanken zu ordnen und sie in unserem Gedächtnis abzubilden.
Wir machen Bilder, so Jonathan Fineberg, weil wir sie brauchen, um nicht nur unser soziales und psychologisches Selbstverständnis zu strukturieren, sondern auch um die Schaltkreise unseres Gehirns zu entwickeln. Modern Art at the Border of Mind and Brain ist eine breit angelegte Untersuchung eines der führenden Wissenschaftler der modernen Kunst über die Beziehung zwischen moderner Kunst und der Struktur von Geist und Gehirn. Auf der Grundlage von Finebergs Präsidentschaftsvorlesungen an der Universität von Nebraska untersucht sein Buch die Beziehung zwischen künstlerischer Produktion, Neurowissenschaft und der Art und Weise, wie wir der Form Bedeutung verleihen.
Anhand der Kunst von Robert Motherwell, Joan Mir, Alexander Calder, Christo, Jean Dubuffet und anderen hilft uns Fineberg, das visuelle Unbewusste, die Grenzen der Sprache und die politische Wirkung der Kunst zu verstehen. Dabei geht er von der Überzeugung aus, dass das Schauen eine Form des Denkens ist, die tiefgreifende Auswirkungen auf die Struktur des Geistes hat.