Bewertung:

Das Buch von Dr. Steve Howard bietet eine tiefgründige und fesselnde Erforschung der Republikanischen Bruderschaft im Sudan und verbindet persönliche Erfahrungen mit aufschlussreichen Überlegungen zu einer einzigartigen spirituellen Bewegung. Es wird für seine reichhaltige Erzählung und seinen pädagogischen Wert hoch geschätzt, was es zu einer fesselnden Lektüre für alle macht, die sich für islamisches Denken und Kultur interessieren.
Vorteile:⬤ Ein anregender Text, der die Kämpfe und Freuden der republikanischen Bruderschaft einfängt
⬤ reiche persönliche Einblicke und Erfahrungen
⬤ bietet eine einzigartige Perspektive auf sudanesische islamische Bewegungen
⬤ verbindet wissenschaftliche Intelligenz mit herzlicher Erzählung
⬤ sehr empfehlenswert für alle, die die pluralistische Natur des Islam erkunden wollen.
Einige Leser könnten die detaillierten philosophischen Diskussionen als Herausforderung empfinden, wenn sie mit dem Kontext nicht vertraut sind; für diejenigen, die die Grundsätze der Republikanischen Bruderschaft bereits kennen, könnten die Memoiren als potenziell langweilig empfunden werden.
(basierend auf 5 Leserbewertungen)
Modern Muslims: A Sudan Memoir
Steve Howard reiste Anfang der 1980er Jahre als amerikanischer Doktorand in den Sudan und begann eine dreijährige Reise, auf der er sich der republikanischen Bruderschaft anschloss und mit ihr lebte, einer muslimischen Sufi-Gruppe, die von dem Visionär Mahmoud Mohamed Taha angeführt wurde. Taha war ein religiöser Intellektueller, der sich an den Anfängen des antikolonialen Kampfes im Sudan beteiligte, seine Bewegung jedoch schnell in eine religiöse Reformbewegung umwandelte, die auf seiner radikalen Auslegung des Korans beruhte. Er wurde 1985 wegen Apostasie hingerichtet.
Jahrzehnte nach seiner Rückkehr in ein akademisches Leben in den Vereinigten Staaten legt Howard diese Erinnerungen an seine Zeit bei der Republikanischen Bruderschaft vor, die sich unter anderem für die Gleichberechtigung der Frauen einsetzte. Moderne Muslime“ beschreibt Howards Weg, nicht nur etwas über den Islam und den Sufismus, sondern auch über die Geschichte und Kultur des Sudan zu lernen. Als die Bruderschaft in eine Konfrontation mit dem damaligen sudanesischen Präsidenten Jaafar Nimeiry geriet, konnte Howard aus erster Hand erfahren, welche schwierigen Entscheidungen Gemeinschaften treffen, wenn sie versuchen, ihren Glauben zu reformieren und frei zu praktizieren.
Das Buch ist nicht nur eine Geschichte des persönlichen Wandels, sondern bietet auch eine Insider-Perspektive auf eine moderne, gewaltfreie islamische Bewegung, die blühte und brutal unterdrückt wurde. Modern Muslims“ ist ein wichtiges Buch für unsere Zeit und liefert wichtige Erkenntnisse für unser Verständnis des modernen Islam, der afrikanischen Geschichte und der zeitgenössischen Geopolitik.