
Rethinking Modern Polish Identities: Transnational Encounters
Eine kritische Untersuchung der Kategorie "Polentum" - d.h. der Bildung, Neudefinition und Aufführung verschiedener Arten polnischer Identitäten - aus einem breiten Spektrum von disziplinären Perspektiven.
Inspiriert durch neue Forschungen in den Geistes- und Sozialwissenschaften sowie durch die jüngste Forschung zu nationalen Identitäten bietet dieser Band eine gründliche Untersuchung der Idee des Polentums. Anhand einer Vielzahl von Fallstudien und methodisch-theoretischen Ansätzen zeigt er eine tiefgreifende Verbindung zwischen nationalen und transnationalen Prozessen auf und stellt den polnischen Fall in einen breiteren Kontext. Dieser breitere Kontext reicht von einem größeren osteuropäischen Kontext, einem üblichen Vergleichsrahmen, bis hin zu den Einwanderergemeinschaften in Übersee. Die Autoren, renommierte Wissenschaftler aus Europa und den Vereinigten Staaten, zeigen damit, dass ein Verständnis der modernen polnischen Identität nicht nur historische, sondern auch geografische Grenzen überschreitet.
Folglich ist die Erzählung über die polnische Identität, die sich in diesem Band entfaltet, eine personalisierte und vielstimmige, die die Perspektiven eines breiten Spektrums von Subjekten präsentiert: Bauern, Arbeiter, Migranten, ethnische und sexuelle Minderheiten - also all jene Akteure, die in den großen nationalen Erzählungen nicht vorkommen. So wirft die Untersuchung von Polentum ein Licht auf die Identitätsfrage im weiteren Sinne, indem sie das Zusammenspiel von Pluralisierungs- und Homogenisierungstendenzen hervorhebt und ein Nachdenken über nationale Identität als etwas fördert, das sowohl Gleichheit als auch Differenz umfasst.