
Modernist Communities Across Cultures and Media
Die Moderne ist gekennzeichnet durch die Ablehnung traditioneller Zugehörigkeiten wie Nation, Familie und Religion. Oft wird angenommen, dass die Moderne das Individuum gegenüber der Gemeinschaft privilegiert.
Die Autoren dieses Bandes stellen diese Annahme in Frage, indem sie die gemeinschaftlichen Impulse der Moderne in allen Genres, Kulturen und Medien aufdecken. Die Beiträge zeigen, wie Künstler und Intellektuelle der Moderne die Beziehungen zwischen dem Individuum und dem Kollektiv neu gestalteten. Sie untersuchen die Kunstpraktiken des Dadaismus, die Spiele und das Spiel einbeziehen, die gemeinsamen Reaktionen auf die Rhetorik Woodrow Wilsons nach dem Ersten Weltkrieg, die Rezeption von James Joyces Ulysses in Kreisen der Harlem Renaissance, die Publikationsplattform der bengalischen Literaturzeitschrift Parichay, populäre Radiosendungen und Nachrichtensendungen sowie die universellen Aspekte des Filmkonsums.
Sie erforschen auch radikale Vorstellungen von Gemeinschaft, wie sie im kollektiven Zusammenleben von Virginia Woolf, im utopischen Experiment des Black Mountain College und in den gemeinschaftlichen Autobiografien von Gertrude Stein zum Ausdruck kommen. Die Aufsätze zeigen, dass diese pluralistischen, auf Partizipation basierenden Ökosysteme offen für Paradoxien, Dissens und vielfältige Perspektiven waren.
Durch einen transnationalen und transmedialen Blickwinkel wird in diesem Band argumentiert, dass die Moderne einen Durchbruch in einem Neudenken von Gemeinschaft darstellte, das in der Postmoderne fortgesetzt wird. Mitwirkende: H l ne Aji - Jessica Berman - Jeremy Braddock - Supriya Chaudhuri - Debra Rae Cohen - Melba Cuddy-Keane - Claire Davison - Irene Gammel.