Bewertung:

Das Buch ist eine Graphic Novel, die einen persönlichen und ergreifenden Bericht über die Kindheit des Autors im Irak während des Saddam-Regimes liefert. Es bietet einzigartige Einblicke in die irakische Kultur und Geschichte durch persönliche Erinnerungen und Kunst, obwohl einige Leser die Struktur und den Fluss als uneinheitlich empfanden.
Vorteile:Das Buch ist wunderschön illustriert, bietet tiefe persönliche Einblicke in das irakische Leben, ist leicht verständlich geschrieben, bietet einen historischen Kontext und ist sowohl für Erwachsene als auch für junge Leser fesselnd. Viele fanden es bewegend und empfehlen es, um den Irak jenseits der Mainstream-Erzählungen zu verstehen.
Nachteile:Die Struktur der Erzählung kann verwirrend sein, da es ihr manchmal an Kohärenz und Richtung fehlt. Einige Leser empfanden bestimmte Abschnitte als unterentwickelt oder waren der Meinung, dass das Buch aufgrund seiner Themen und seines Inhalts eher für Erwachsene als für Kinder geeignet sei.
(basierend auf 12 Leserbewertungen)
Poppies of Iraq
Ein persönlicher Bericht über eine irakische Kindheit
Mohnblumen aus dem Irak ist Brigitte Findaklys nuancierte, zärtliche Chronik ihrer Beziehung zu ihrem Heimatland Irak, die von ihrem Mann, dem gefeierten Cartoonisten Lewis Trondheim, mitgeschrieben und gezeichnet wurde. In sparsamen und eleganten Details erzählen sie von ihrer Kindheit in der Mittelschicht, von kulturellen Gepflogenheiten, dem Bildungssystem, der staatlichen Kontrolle durch Saddam Hussein und der Geschichte ihrer Familie als orthodoxe Christen in der arabischen Welt. Mohnblumen aus dem Irak ist eine intime und weitreichende Geschichte darüber, wie man von seinem Heimatland getrennt werden kann und sich dennoch eng mit ihm verbunden und letztlich entfremdet fühlt.
Zeichen eines repressiven Regimes durchdringen ein scheinbar normales Leben: Zeitschriften werden vom Zoll bearbeitet; die Farbe Rot ist nach der Hinrichtung von General Kassim verboten; baathistische Milizionäre werden öffentlich gehängt, und Schulkinder werden mit Bussen an ihnen vorbeigefahren, um Zeugen zu sein. Während sich die Bedingungen in Mosul im Laufe ihrer Kindheit verschlechtern, hofft Brigittes Vater stets, dass das Leben im Irak wieder säkular und wohlhabend wird. Die Familie sieht sich jedoch schließlich gezwungen, nach Paris zu ziehen, wo Brigitte sich keiner der beiden Kulturen zugehörig fühlt. Trondheim erweckt Findaklys Erinnerungen zum Leben und schafft ein ergreifendes Familienporträt, das von Verlust, Tragödie, Liebe und der Einsamkeit des Exils handelt.