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Monads, Composition, and Force: Ariadnean Threads Through Leibniz's Labyrinth
Leibniz' Monaden sind seit langem eine Quelle der Faszination und des Rätsels. Wenn Monaden lediglich immateriell sind, wie können sie dann allein die Wirklichkeit konstituieren? In Monaden, Zusammensetzung und Kraft nimmt Richard T.
W. Arthur Leibniz' Anspruch ernst, Monaden einzuführen, um das Problem der Zusammensetzung von Materie und Bewegung zu lösen. Entgegen dem Trend idealistischer Interpretationen des Leibnizschen Denkens argumentiert Arthur, dass Monaden zwar als die Prinzipien vorausgesetzt werden, die jeden der unendlichen Teile der Materie verwirklichen, Körper aber nicht aus ihnen zusammengesetzt sind.
Er bietet eine neue Interpretation von Leibniz' Substanztheorie an, in der Monaden dauerhafte Urkräfte sind, körperliche Substanzen verkörperte Monaden und Körper Aggregate von Monaden, nicht bloße Erscheinungen. In dieser Lesart sind die Monaden konstitutive Einheiten, die eine organische Einheit der Funktion durch die Zeit bilden, und Körper sind in zweierlei Hinsicht phänomenal.
Als sich ständig verändernde Dinge sind sie platonische Phänomene, und als Pluralitäten, die gemeinsam wahrgenommen werden, sind sie auch demokritische Phänomene. Arthur argumentiert für diese Lesart, indem er beschreibt, wie Leibniz' Denken im Atomismus des 17.
Jahrhunderts und in der Metaphysik der Pluralität der Formen verankert ist, und zeigt, wie sein Versuch, diese Grundlage mit dem Mechanismus vereinbar zu machen, seinen aufschlussreichen Beiträgen zur biologischen Wissenschaft und den dynamischen Grundlagen, die er der modernen Physik liefert, zugrunde liegt.