
Monopsony in Motion: Imperfect Competition in Labor Markets
Was passiert, wenn ein Arbeitgeber die Löhne um einen Cent senkt? Ein großer Teil der Arbeitsökonomie basiert auf der Annahme, dass alle Arbeitnehmer sofort kündigen werden. Hier stellt Alan Manning das Standardmodell des perfekten Wettbewerbs systematisch in Frage.
Monopsony in Motion hebt sich von anderen Studien ab, indem es die Arbeitsmärkte aus der realen Perspektive analysiert, dass Arbeitgeber eine erhebliche Marktmacht (oder Monopolmacht) über ihre Arbeitnehmer haben. Manning argumentiert, dass diese Macht aus Reibungen auf dem Arbeitsmarkt herrührt, die es für Arbeitnehmer zeitaufwändig und kostspielig machen, den Arbeitsplatz zu wechseln. Er untersucht einen Großteil der Arbeitsökonomie auf der Grundlage dieser alternativen und gleichermaßen plausiblen Annahme.
Das Buch befasst sich mit den theoretischen Implikationen von Monopson und präsentiert eine Fülle von empirischen Belegen. Unser Verständnis der Verteilung von Löhnen, Arbeitslosigkeit und Humankapital kann verbessert werden, wenn wir anerkennen, dass Arbeitgeber eine gewisse Monopolmacht über ihre Arbeitnehmer haben.
Außerdem werden politische Fragen wie der Mindestlohn, die Gesetzgebung zur Lohngleichheit und die Begrenzung der Arbeitszeit behandelt. In einem monopsonistischen Arbeitsmarkt, so Mannings Schlussfolgerung, kann der freie Markt nicht länger als Ideal aufrechterhalten werden, und Arbeitsökonomen müssen bei der Bewertung von Arbeitsmarktpolitiken aufgeschlossener sein.
Monopson in Motion wird für einige ein neuer grundlegender Text für das fortgeschrittene Studium der Arbeitsökonomie sein, für andere eine unschätzbare alternative Perspektive, die von nun an bei jeder ernsthaften Betrachtung des Themas berücksichtigt werden muss.