Bewertung:

Derzeit gibt es keine Leserbewertungen. Die Bewertung basiert auf 4 Stimmen.
Monstrous Imaginaries: The Legacy of Romanticism in Comics
Monster scheinen unweigerlich mit dem Menschen verbunden zu sein, und das nicht immer als bloße Gegensätze. Maaheen Ahmed untersucht gute Monster in Comics, um zu zeigen, wie romantische Themen aus dem achtzehnten und neunzehnten Jahrhundert in der heutigen Populärkultur fortbestehen. Comic-Monster, die die Unterscheidung zwischen Mensch und Monster, Selbst und Anderem in Frage stellen, sind wertvolle Vermittler romantischer Neigungen.
Ahmed beschäftigt sich mit der Romantik und den vielen Monstern, die von romantischen Schriftstellern und Künstlern wie Mary Shelley, Victor Hugo und Goya geschaffen wurden, und kartiert das Erbe, die Funktionen und die Auswirkungen von Monstern in zeitgenössischen Comics und Graphic Novels. Sie hebt das Fortbestehen wiederkehrender romantischer Merkmale durch monströse Protagonisten in englisch- und französischsprachigen Comics hervor und zeigt deren Implikationen auf. Zu den behandelten Aspekten gehören die düstere romantische Vorliebe für Ruinen und das Schmutzige, der einsame Protagonist und seine Suche, die Nostalgie, die Bedeutung des Spektakels sowie exzessive Emotionen und vor allem die Mehrdeutigkeit und Aufmüpfigkeit des Monsters.
Ahmed beleuchtet jedes romantische Thema durch genaue Lektüre bekannter, aber oft übersehener Comics, darunter Enki Bilals Monstre-Tetralogie, Jim O'Barrs The Crow und Emil Ferris' My Favorite Thing Is Monsters, sowie die ikonischen Comicserien Swamp Thing von Alan Moore und Hellboy von Mike Mignola. Indem sie die Andersartigkeit des Monsters verwischen, behalten diese Protagonisten die Übertreibung und Unkontrollierbarkeit aller Monster bei, während sie gleichzeitig romantische Eigenschaften übernehmen.