Bewertung:

Das Buch bietet eine umfassende Analyse, die den Mythos entlarvt, dass gewalttätige Videospiele zu mehr Aggression und Gewalt im wirklichen Leben führen. Es stützt sich auf umfangreiche Forschungsergebnisse, um zu zeigen, dass diese Behauptungen nicht durch Daten gestützt werden, und legt stattdessen nahe, dass Videospiele die Kriminalität sogar verringern können, indem sie die für Gewalt anfällige Bevölkerungsgruppe ansprechen. Die Autoren, beide Psychologen, vermitteln ihre Botschaft mit Humor und einer verständlichen Sprache, was das Buch zu einer nützlichen Quelle für Eltern und Erzieher macht.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert, leicht zu lesen und liefert überzeugende Beweise gegen die weit verbreitete Annahme, dass gewalttätige Videospiele Gewalt in der realen Welt verursachen. Es ist aufschlussreich und fesselnd und bietet praktische Ratschläge für Eltern. Die Autoren haben sowohl akademische als auch Spielerfahrung, was ihre Perspektive glaubwürdig und nachvollziehbar macht. Das Buch geht auch auf humorvolle Weise auf moralische Panikmache im Zusammenhang mit Videospielen ein, und viele Rezensenten halten es für eine wertvolle Quelle zum Verständnis des Themas.
Nachteile:Einige Leser hatten Probleme mit den Fußnoten der Kindle-Version, da viele nicht richtig funktionierten und einige irrelevante Informationen enthielten. Andere erwähnten, dass die schwarz-weiß gedruckten Diagramme verwirrend seien. Auch wenn das Buch den Mythos der gewalttätigen Videospiele effektiv in Frage stellt, hätten sich einige Leser eine ausführlichere Diskussion über die möglichen negativen Auswirkungen von exzessivem Spielen gewünscht.
(basierend auf 17 Leserbewertungen)
Moral Combat: Why the War on Violent Video Games Is Wrong
In Familienzimmern in ganz Amerika spielen Millionen von Kindern und Jugendlichen Videospiele wie Call of Duty, Halo und Grand Theft Auto und durchstreifen dabei gewalttätige virtuelle Welten - mit virtuellen Waffen in ihren Händen.
In einer Welt, die immer gewalttätiger zu werden scheint, ist es nur natürlich, dass man sich über die Auswirkungen all dieser verpixelten Gewalt Sorgen macht. Aber ist diese Sorge unangebracht? Die Autoren und Psychologen Patrick M. Markey und Christopher J. Ferguson meinen ja.
Medien und Politiker schlagen schon seit Jahren Alarm, und mit jeder neuen Tragödie, in die ein junger Täter verwickelt ist, häufen sich die Artikel über die Gefahren von Gewaltmedien. Das Problem ist folgendes: Ihre Befürchtungen werden nicht durch Beweise gestützt. Im Gegensatz zu den in der Presse dargestellten, durch Videospiele trainierten Killermaschinen ist die Wahrscheinlichkeit, dass Schulschützen sich für Gewaltspiele interessieren, tatsächlich geringer als bei Gleichaltrigen. In Wirklichkeit spielen die meisten ausgeglichenen Kinder und Jugendlichen gewalttätige Videospiele, ohne jemals im wirklichen Leben gewalttätiges Verhalten an den Tag zu legen. Hinzu kommt, dass die Verkaufszahlen von Gewaltspielen in die Höhe schnellen, wenn die Zahl der Gewaltverbrechen sinkt.
Wenn Sie das überrascht, sind Sie nicht allein - der nationale Dialog über Spiele und Gewalt war bisher hoffnungslos einseitig. Aber das beginnt sich zu ändern. Wissenschaftler kommen zu dem Schluss, dass Gewaltspiele nicht nur nicht zu den großen Übeln der Gesellschaft gehören, sondern dass sie sogar eine Kraft für das Gute sein können.
In Moral Combat untersuchen Markey und Ferguson, wie sich Videospiele - selbst die blutigsten - positiv auf alles auswirken können, von sozialen Fähigkeiten bis hin zu Stress, und wie sie uns sogar moralisch sensibler machen können. Sie haben den Aufstieg der Gewaltspiele von den Spielhallen bis zu den Online-Deathmatches verfolgt, haben Jahre an der vordersten Front der Videospieldebatte verbracht und bieten nun einen umfassenden Überblick über die wissenschaftliche Forschung zu Spielen. Mit Humor, völliger Ehrlichkeit und umfangreichen Recherchen trennen sie den Mythos vom Medium.
Moral Combat ist ein respektloser und informativer Leitfaden zu den Sorgen - und Wundern - unserer gewalttätigen virtuellen Welt.