Bewertung:

Das Buch „Murder in Memoriam“ ist in erster Linie ein Kriminalroman, dient aber auch als tiefgründige Auseinandersetzung mit bedeutenden Ereignissen der französischen Geschichte, insbesondere mit der Polizeibrutalität während der Algerienproteste 1961 und der Zusammenarbeit der Vichy-Regierung mit den Nazis. Die Leserinnen und Leser schätzen den historischen Kontext und die politischen Themen, die es aufgreift, auch wenn einige der Meinung sind, dass es dem Buch an Charakterentwicklung und emotionaler Tiefe mangelt.
Vorteile:⬤ Bietet eine einzigartige Perspektive auf wichtige historische Themen in Frankreich.
⬤ Spricht wichtige und heikle Themen wie Polizeibrutalität und Vichy-Kollaboration an.
⬤ Die Erzählung ist fesselnd und regt zum Nachdenken an, indem sie den Leser dazu bringt, über historische Ungerechtigkeiten nachzudenken.
⬤ Inspektor Cadin ist ein fesselnder, sympathischer Charakter, und das Buch ist auch aus historischer Sicht eine gute Lektüre.
⬤ Die Charaktere sind oft unterentwickelt und es fehlt ihnen an Tiefe, so dass sie zweidimensional wirken.
⬤ Die Dialoge können flach sein und es fehlt an beschreibenden Stichworten.
⬤ Manche Leser empfinden das Tempo als übereilt, was zu einem unbefriedigenden Schluss führt.
⬤ Als traditioneller Kriminalroman enttäuscht er vielleicht diejenigen, die eine komplexe Entwicklung der Handlung und der Charaktere suchen.
(basierend auf 8 Leserbewertungen)
Murder In Memoriam
Der erschütternde Roman von Didier Daeninckx sorgte bei seiner Erstveröffentlichung in Frankreich im Jahr 1984 für Aufsehen.
Er spielt vor dem Hintergrund einer Demonstration in Paris im Jahr 1961, bei der Hunderte von Algeriern von der Polizei getötet wurden.