Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten und eindringlichen Bericht über den Völkermord an den indigenen Völkern Kaliforniens und gewährt tiefe Einblicke in eine historische Geschichte, die oft übersehen wird. Die Leser schätzen die gründliche Recherche und die emotionale Wirkung des Buches, auch wenn einige das Material als schwierig und den Audiokommentar als mangelhaft empfinden.
Vorteile:⬤ Gut recherchiert und informativ
⬤ bietet einen kritischen Blick auf die Geschichte Kaliforniens
⬤ emotional berührend und zum Nachdenken anregend
⬤ notwendige Lektüre für alle, die die Geschichte der Ureinwohner Kaliforniens verstehen wollen
⬤ enthüllt verborgene Geschichte.
⬤ Schwieriges Thema, das emotional belastend sein kann
⬤ einige Probleme mit der Audiosprecher, einschließlich falscher Aussprache
⬤ die Einführung kann übermäßig detailliert und redundant sein
⬤ einige Rezensionen kritisieren die emotionale Ausrichtung als Propaganda.
(basierend auf 20 Leserbewertungen)
Murder State: California's Native American Genocide, 1846-1873
In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts verübten die euro-amerikanischen Bürger Kaliforniens einen massenhaften Völkermord an den Ureinwohnern ihres Staates, indem sie die Verfahren und Mechanismen der Demokratie nutzten, um Land und Ressourcen für sich und ihre privaten Interessen zu sichern.
Die Ermordung, Vergewaltigung und Versklavung von Tausenden von Ureinwohnern wurde durch Vorstellungen von Demokratie - in diesem Fall die Herrschaft des Pöbels - legitimiert, und zwar durch eine diskret organisierte und brutal wirksame Reihe von Petitionen, Volksabstimmungen, Bürgerversammlungen und Abstimmungen auf allen Ebenen der kalifornischen Regierung. Murder State ist eine umfassende Untersuchung dieser Ereignisse und ihres frühen Vermächtnisses. Vorurteile über die amerikanischen Ureinwohner, die von der Boulevardpresse und den Erfahrungen der Einwanderer auf dem Landweg nach Kalifornien geprägt wurden, dienten als weitere Rechtfertigung für die Eliminierung der Ureinwohner im Zuge der Landnahme durch die Neuankömmlinge.
Die angeblich "gewalttätige Natur" der Ureinwohner war oft nur ihre Reaktion auf die Gräueltaten, die ihnen angetan wurden, als sie von ihrem angestammten Land vertrieben und von ihren traditionellen Ressourcen entfremdet wurden. In dieser erzählenden Geschichte, die sich auf zahlreiche Primärquellen und die neueste interdisziplinäre Forschung zum Thema Völkermord stützt, untersucht Brendan C.
Lindsay die dunkle Seite der kalifornischen Geschichte, die nur selten im Detail erforscht wird, sowie die Motive sowohl der amerikanischen Ureinwohner als auch der europäischen Amerikaner zu jener Zeit. Murder State macht auf den Missbrauch der Demokratie zur Rechtfertigung und Begehung von Völkermord aufmerksam. Brendan C.
Lindsay ist Assistenzprofessor für Geschichte an der California State University, Sacramento. Er hat an der University of California, Riverside, in Geschichte promoviert.