Mukat's People: Die Cahuilla-Indianer von Südkalifornien

Bewertung:   (4,6 von 5)

Mukat's People: Die Cahuilla-Indianer von Südkalifornien (J. Bean Lowell)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch wird für seine gründliche Recherche über das Volk der Cahuilla geschätzt und gilt als wertvolles Nachschlagewerk für alle, die sich für die Stämme Südkaliforniens interessieren, obwohl einige Leser es als komplex und wenig fesselnd empfanden.

Vorteile:

Gut geschrieben, unentbehrliches Nachschlagewerk zum Verständnis der Cahuilla-Kultur, gründliche Recherche, unterhaltsamer und lehrreicher Überblick, füllt eine Lücke in der Literatur über kalifornische Stämme.

Nachteile:

Komplex und übermäßig wissenschaftlich, es fehlt an mündlichen Überlieferungen und fesselnden Geschichten, einige Leser waren enttäuscht über den Schwerpunkt des Buches.

(basierend auf 4 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Mukat's People: The Cahuilla Indians of Southern California

Inhalt des Buches:

Aus der Einleitung von Lowell J. Bean: In wissenschaftlichen Kreisen besteht eine offensichtliche Dichotomie in Bezug auf die Rolle von Religion und Glaubenssystemen, und eine ähnliche Dichotomie besteht unter anthropologischen Theoretikern. Zwei Annahmen scheinen vorherrschend zu sein: Rituale und Weltanschauungen sind ökologisch eher nicht anpassungsfähig als anpassungsfähig.

Oder Rituale und Weltanschauungen sind ökologisch eher anpassungsfähig als nicht anpassungsfähig. Um die Relevanz der gegensätzlichen theoretischen Ansichten zu untersuchen, werde ich Hypothesen zu einer bestimmten Kultur, den Cahuilla-Indianern in Südkalifornien, entwickeln, die als Testfall dienen soll. Ich werde zwei Gruppen von Hypothesen aufstellen, die sich logisch aus jeder der Annahmen ergeben. Die erste Hypothese besagt, dass die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Gesellschaft durch rituelle Handlungen behindert werden, die nicht nur eine Verschwendung produktiver Güter darstellen, sondern auch die Produktion von Gütern verringern.

Die zweite Annahme besagt, dass die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Gesellschaft durch normative und existenzielle Postulate (Definition siehe Seite 16o) behindert werden, die darauf hinweisen, dass wertvolle Ressourcen außerhalb des Bereichs der Wirtschaftsordnung liegen.

Diese Postulate stören die Produktion von Gütern, indem sie die Menschen dazu bringen, sich so zu verhalten, dass sie von der produktiven Tätigkeit abgezogen werden. Aus dieser letztgenannten Sichtweise ergeben sich zwei weitere Hypothesen: Die ökologischen Bedürfnisse der Gesellschaft werden durch rituelle Handlungen erleichtert, die die Produktion von Gütern erhalten und steigern, und die produktive Tätigkeit wird gefördert, indem das Personal auf produktive Tätigkeiten ausgerichtet wird.

Und die wirtschaftlichen Bedürfnisse der Gesellschaft werden durch normative und existenzielle Postulate erleichtert, die die Nutzung wertvoller wirtschaftlicher Ressourcen fördern und den Produktionsprozess durch die Lenkung des Verhaltens, das die Menschen in produktive Tätigkeiten einbezieht, steigern. Die Gültigkeit der Hypothesen wird anhand spezifischer Fragen, die sich auf die Hypothesen beziehen, geprüft. Die Fragen lauten: Wurden durch rituelle Handlungen Güter verschwendet? Haben rituelle Handlungen die Menschen von produktiven Tätigkeiten abgehalten oder haben sie die Menschen dazu gebracht, mehr Güter zu produzieren? Wurden wertvolle Ressourcen durch existenzielle Postulate aus dem Bereich der wirtschaftlichen Ordnung herausgelöst? Haben normative Postulate die Produktion von Gütern gestört, indem sie Verhalten belohnten, das die Menschen von produktiven Tätigkeiten abhielt? Oder belohnten sie Verhalten, das die Produktion von Gütern förderte? Weitere Fragen sind: Haben Ritual und Weltanschauung die umfassende und rationale Nutzung der Umwelt der Cahuilla gefördert? Haben Rituale und Weltanschauung dazu beigetragen, das Verhältnis zwischen Mensch und Land anzupassen? Unterstützten Ritual und Weltanschauung eine soziale Struktur und Organisation, die an die Umwelt angepasst war? Unterstützten Rituale und Weltanschauung anpassungsfähige Institutionen wie Recht, Eigentumskonzepte, Kriegsführung und Spiele? Hatten Rituale und Weltanschauungen regulierende Funktionen? Haben Rituale und Weltanschauung die Verteilung wirtschaftlicher Güter von einem Teil des Systems zum anderen gefördert oder erleichtert?

Haben Ritual und Weltanschauung die Häufigkeit und das Ausmaß von Konflikten um wertvolle Ressourcen begrenzt?

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9780520026278
Autor:
Verlag:
Einband:Taschenbuch
Erscheinungsjahr:1974
Seitenzahl:300

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