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Museums, Infinity and the Culture of Protocols: Ethnographic Collections and Source Communities
Museen, Unendlichkeit und die Kultur der Protokolle führt einen Dialog über die Verantwortung der Museen für die Bewahrung ihrer Sammlungen in einer unendlichen Zukunft und behandelt gleichzeitig strittige Fragen der Rückführung und des digitalen Zugangs zu Sammlungen.
Morphy rückt eine Reihe von Schlüsseldebatten über ethnografische Sammlungen und ihre Beziehung zu den Herkunftsgemeinschaften in den Mittelpunkt und betrachtet den Wert, den materielle Objekte für verschiedene „lokale“ Gemeinschaften - das Museum und die Herkunftsgemeinschaft - haben, sowie die Wertschöpfungsprozesse, mit denen sie verwoben sind. Der Fokus auf Werte und Wert bringt die Frage der Rückführung und des Zugangs in einen Dialog zwischen den beiden lokalen Gemeinschaften und stellt die Frage, wer Zugang zu den Sammlungen hat und wessen Werte dabei berücksichtigt werden. Indem er das Museum selbst in den Mittelpunkt der Debatte stellt, vertritt Morphy die Auffassung, dass Museen eine Art von „lokalem“ Ort darstellen, der in einen Wertkreislauf eingebettet ist.
Museen, Unendlichkeit und die Kultur der Protokolle stellt Aspekte der postkolonialen Theorie, die Museen in der Vergangenheit verorten, in Frage, indem er ein Argument präsentiert, das die Beziehungen zu Gemeinschaften als zentral für die Zukunft der Museen ansieht. Dies macht das Buch zu einer unverzichtbaren Lektüre für Akademiker und Studenten, die in den Bereichen Museums- und Kulturerbeforschung, Anthropologie, Archäologie, indigene Studien, Kulturwissenschaften und Geschichte arbeiten.