Bewertung:

James R. Curries „Music and the Politics of Negation“ kritisiert den Fokus der postmodernen Musikwissenschaft auf die Kontextualisierung von Musik und schlägt vor, dass Musik diese Kontexte transzendieren kann. Das Buch artikuliert eine komplexe Beziehung zwischen Musik, Politik und Menschlichkeit und spiegelt sowohl persönliche Einsichten als auch wissenschaftliche Analysen wider.
Vorteile:Das Buch ist wunderschön geschrieben und liefert überzeugende Argumente, die ein weitreichendes Wissen über Musiktheorie und politische Diskurse erkennen lassen. Curries einzigartige Beobachtungen tragen zu einer poetischen Qualität des Textes bei und machen den wissenschaftlichen Inhalt fesselnd.
Nachteile:Einige Leser könnten die Ablenkungen des Autors vom Hauptargument als störend empfinden, und die komplexen theoretischen Diskussionen des Buches könnten für diejenigen, die sich nicht gut mit der Materie auskennen, eine Herausforderung darstellen.
(basierend auf 2 Leserbewertungen)
Music and the Politics of Negation
Im letzten Vierteljahrhundert hat sich die akademische Musikwissenschaft als postmodernes Fach profiliert, indem sie darauf bestand, dass unsere wissenschaftliche Arbeit damit beginnt und endet, die Musik fest in ihren verschiedenen historischen und sozialen Kontexten zu verorten. In Music and the Politics of Negation (Musik und die Politik der Negation) macht sich James R.
Currie daran, die Gültigkeit dieser inzwischen recht orthodoxen Behauptung in Frage zu stellen. Indem er dialektisch zwischen analytischen und historischen Untersuchungen des späten 18.
Jahrhunderts und der Gegenwart wechselt, stellt er eine Reihe unbequemer Fragen zu den Grenzen und Komplikationen der Werte, die die Akademie durch ihre musikalischen Begegnungen in Umlauf hält. Seine übergeordnete These lautet, dass die Kräfte, die uns geformt haben, nicht unser Schicksal sind.