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Music and Gender
Anhand der Erfahrungen von Interpreten, Komponisten und Musikethnologen, die in Afrika, Europa, dem Nahen Osten und Nordamerika arbeiten, untersucht Music and Gender, wie sich die Verwendung und Beschreibung von Musik als Reaktion auf den raschen politischen, wirtschaftlichen oder technologischen Wandel verändert.
Ein Querschnitt von Fallstudien aus der Zentralafrikanischen Republik, Finnland und der Türkei befasst sich mit der Frage, wie die Aufführung das Geschlecht widerspiegelt und andere soziale Ziele wie die Aushandlung von Identität und die Veränderung des Bewusstseins fördert. Artikel über kroatische und serbische Populärmusik und über die sich verändernden Lebensumstände von Musikerinnen im kriegsgebeutelten Äthiopien und im postsowjetischen Estland befassen sich mit dem Schicksal fragiler Konstruktionen von Geschlecht und Nation in Zeiten von Krieg und Krise. Andere Aufsätze befassen sich mit der Beziehung zwischen Geschlecht und digitaler Klangtechnologie - in Bezug auf den Zugang zum Feld, die Interaktion zwischen Musikern und ästhetischen Entscheidungen - sowie mit Geschlechterfragen beim Schreiben des musikalischen Lebens von Komponistinnen und Interpretinnen.
Mit einer theoretischen Agenda, die Perspektiven aus sehr unterschiedlichen Musikkulturen umfasst, zeigt diese wichtige Sammlung, wie Musik dazu beitragen kann, die radikalen Transformationen von Individuen, Gruppen und Nationen zu überbrücken.