Bewertung:

Das Buch „My Brain Made Me Do It“ von E.J. Sternberg befasst sich mit der komplexen Schnittmenge von Neurowissenschaft und dem Konzept des freien Willens. In den Rezensionen werden der ansprechende Schreibstil und die Zugänglichkeit des Buches hervorgehoben, insbesondere für Leser, die noch nicht mit dem Thema vertraut sind. Es wird jedoch auch kritisiert, dass es der Analyse an Tiefe mangelt und einige Argumente in Bezug auf Determinismus und freien Willen unklar sind. Das Buch untersucht die moralische Verantwortung im Kontext der jüngsten wissenschaftlichen Entdeckungen, wobei die Schlussfolgerungen gemischte Gefühle hervorrufen.
Vorteile:⬤ Fesselnde, klare und zugängliche Sprache, die den Leser fesselt
⬤ Bietet eine gute Einführung in komplexe Themen der Neurowissenschaften und der Philosophie
⬤ Enthält faszinierende Fallstudien und Anekdoten
⬤ Regt zum kritischen Nachdenken über den freien Willen und die moralische Verantwortung an
⬤ Gut recherchiert mit zahlreichen Beispielen
⬤ Denkanstoßende Schlussfolgerungen über die Natur des Bewusstseins und der Entscheidungsfindung.
⬤ Fehlt es an Tiefe in der Analyse und Klarheit bei den Schlüsselkonzepten
⬤ Einige Leser finden die Argumente repetitiv oder schlecht strukturiert
⬤ Behauptungen nicht gut durch wissenschaftliche Beweise untermauert
⬤ Gelegentliches Vertrauen auf anekdotische Beweise statt strenger philosophischer Argumentation
⬤ Kritik wegen zu starker Vereinfachung der Diskussion über den freien Willen
⬤ Einige finden die Schlussfolgerungen letztlich unbefriedigend.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
My Brain Made Me Do It: The Rise of Neuroscience and the Threat to Moral Responsibility
Da die Wissenschaftler die Funktionsweise des Gehirns mit immer ausgefeilteren Technologien erforschen, ist es wahrscheinlich, dass neue Erkenntnisse das traditionelle Verständnis der menschlichen Natur radikal verändern werden.
Ein Aspekt der menschlichen Natur, der durch die jüngsten Entwicklungen in der Neurowissenschaft bereits in Frage gestellt wird, ist der freie Wille. Entstehen unsere Entscheidungen durch rein mechanistische Prozesse? Ist unser Gefühl der Selbstkontrolle nur eine Illusion, die von unserem Gehirn erzeugt wird? Wenn ja, was wird dann aus dem freien Willen und der moralischen Verantwortung? Diese und viele andere heikle Fragen werden in diesem fesselnden Buch über die möglichen Auswirkungen der Neurowissenschaft auf die moralische Verantwortung mit großer Klarheit und Einsicht untersucht.
Der Autor befasst sich mit einer Vielzahl faszinierender Themen, darunter: -die Teile des Gehirns, die nach Ansicht der Wissenschaftler an der Ausübung des Willens beteiligt sind -was Parkinson, Tourette und Schizophrenie über unsere Fähigkeit aussagen, unsere Handlungen zu kontrollieren -ob kriminelles Verhalten durch die Gehirnchemie bestimmt wird -wie sich selbstreflektierendes Bewusstsein aus einem weitgehend deterministischen Gehirn entwickelt haben könnte Anhand von anschaulichen Beispielen aus Philosophie, Mythologie, Geschichte und Kriminologie und mit gründlichen Erörterungen tatsächlicher wissenschaftlicher Experimente untersucht der Autor die Bedrohung der moralischen Verantwortung durch die Neurowissenschaften, während er versucht, die Frage zu beantworten: Haben wir wirklich die Kontrolle über unser Handeln?