Bewertung:

Das Buch bietet einen detaillierten Bericht über General Paul von Lettow-Vorbecks militärischen Feldzug in Deutsch-Ostafrika während des Ersten Weltkriegs. Es hebt seinen strategischen Einsatz begrenzter Ressourcen und die Taktik des Guerillakriegs hervor, um eine wesentlich größere britische Streitmacht zu binden. Obwohl der Schreibstil manchmal als trocken oder schwer verständlich kritisiert wird, wird das Buch für seine Einblicke in die Logistik, das koloniale Leben und die Führungsqualitäten des Generals gelobt. Die Leser empfehlen es jedem, der sich für Militärgeschichte, insbesondere für den Großen Krieg in Afrika, interessiert.
Vorteile:⬤ Detaillierte Einblicke in einen weniger bekannten Feldzug während des Ersten Weltkriegs.
⬤ Hebt den effektiven Einsatz von einheimischen Truppen und Guerillataktiken hervor.
⬤ Bietet interessanten Kontext über das koloniale Leben im Afrika des frühen 20. Jahrhunderts. Jahrhunderts.
⬤ Zeichnet sich durch das ausgeprägte Pflichtbewusstsein und die Führungsstärke von Lettow-Vorbeck aus.
⬤ Wertvoll für Militärhistoriker und diejenigen, die sich für asymmetrische Kriegsführung interessieren.
⬤ Der Schreibstil wird oft als trocken und repetitiv beschrieben.
⬤ Unzureichende und schwer lesbare Karten erschweren das Verständnis der geografischen Gegebenheiten des Feldzugs.
⬤ Einige Ausgaben leiden unter schlechter Formatierung und Scanproblemen.
⬤ Kann für Gelegenheitsleser ohne Vorkenntnisse der Ereignisse zu detailliert sein.
⬤ Der Preis des Buches wird als hoch für seinen Wert angesehen, insbesondere für Gelegenheitsleser.
(basierend auf 34 Leserbewertungen)
Die klassischen Kriegserinnerungen eines der großen Guerillaführer der Militärgeschichte. Paul von Lettow-Vorbeck war gerade zum militärischen Befehlshaber von Deutsch-Ostafrika (dem heutigen Tansania) ernannt worden, als der Große Krieg begann.
Mit einem kleinen Stab engagierter Offiziere und seinen ergebenen einheimischen afrikanischen Truppen - den berühmten Askaris - führte der findige preußische General während des gesamten Krieges eine brillante Verteidigungskampagne. Seine winzige Armee hielt Tausende von britischen, indischen und südafrikanischen Truppen auf, die ihm eine Falle stellen wollten. Immer wieder entkam Lettow seinen Verfolgern.
Er wandte alle Guerillatricks an, um die verbissenen alliierten Verfolger in einem fröhlichen Tanz durch den rauen ostafrikanischen Dschungel, durch Fluss- und Gebirgslandschaften und entlang der Flüsse und Eisenbahnlinien der Region zu führen. Durch die zahlenmäßige Überlegenheit in die Nachbarländer Kenia, Mosambik und Rhodesien gezwungen, fügte Lettow dem Feind unterwegs schwere Verluste zu. Sein Gegner während eines Großteils des Feldzugs war ein ebenso berühmter Name in den Annalen des Guerillakriegs - Jan Christaan Smuts -, aber Lettow erwies sich als mehr als ebenbürtig mit seinem Burengegner.
Lettow lebte von der Natur, nutzte auf einfallsreiche Weise Glücksfälle wie die Kanonen des havarierten deutschen Kreuzers „Königsberg“ und gewann sogar das Fett von Nilpferden und Elefanten. 1918, nach dem Waffenstillstand, war seine dezimierte Truppe immer noch im Feld und unbesiegt. In vier Jahren waren seine Heldentaten zur Legende geworden.
Dieses Buch ist ein Muss für jeden, der sich für den Großen Krieg, Afrika, den Partisanenkrieg und die deutsche Armee interessiert oder menschlichen Mut und Einfallsreichtum bewundert. Illustriert mit 22 Karten und 13 schönen und ungewöhnlichen Zeichnungen, die von Lettow-Vorbecks talentiertem Adjutanten angefertigt wurden.