Bewertung:

Das Buch bietet eine zutiefst informative und emotionale Auseinandersetzung mit Myanmar, insbesondere mit der Rohingya-Krise und der komplexen sozialen und politischen Dynamik des Landes. Es ist gut geschrieben, gut recherchiert und bietet Einblicke in den historischen Kontext der Probleme, mit denen Myanmar konfrontiert ist.
Vorteile:⬤ Sehr informativ
⬤ gut geschrieben
⬤ umfassende Diskussion
⬤ erhellende Einblicke in Myanmars Geschichte und aktuelle Ereignisse
⬤ emotionale Verbindung
⬤ wesentlich für das Verständnis der Rohingya-Krise
⬤ enthält Originalberichte und persönliche Erfahrungen des Autors.
Einige Verwirrung bezüglich der Autorenprofile; kann als traurig oder tragisch angesehen werden.
(basierend auf 13 Leserbewertungen)
Myanmar's Enemy Within: Buddhist Violence and the Making of a Muslim 'Other'
Im Jahr 2017 begann das Militär Myanmars eine Gewaltkampagne gegen die Rohingya-Minderheit, die UN-Experten später als Völkermord bezeichneten.
Mehr als siebenhunderttausend Zivilisten flohen nach Bangladesch, was zur größten Fluchtbewegung seit dem Völkermord in Ruanda 1994 führte. Die Warnzeichen für eine bevorstehende Katastrophe, die sich über Jahre hinweg aufgebaut hatten, wurden von den westlichen Unterstützern des politischen Übergangs heruntergespielt, und erst als der Exodus begann, erkannte die Welt endlich eine Katastrophe an, die sich schon lange angebahnt hatte.
In dieser aktualisierten Ausgabe des Buches, das einen Völkermord voraussah, untersucht Francis Wade, wie die Manipulation von Identitäten durch eine ängstliche herrschende Elite den Grundstein für Massengewalt legte. Er fragt: Wer darf eine Nation definieren? Wie können demokratische Rechte als Waffe gegen eine Minderheit eingesetzt werden? Und warum haben sich viel gepriesene zivile Führer wie Aung San Suu Kyi in einer Zeit, in der die Mehrheit der Bürger Myanmars begonnen hatte, Freiheiten zu erleben, die es seit einem halben Jahrhundert nicht mehr gegeben hatte, an den abscheulichsten Verbrechen beteiligt?