Bewertung:

After Jutland bietet einen umfassenden Überblick über die Seekriegsführung im Ersten Weltkrieg und konzentriert sich auf den Zeitraum von Juni 1916 bis zum Ende des Krieges im November 1918. Das Buch behandelt die Operationen der britischen, deutschen und russischen Seestreitkräfte in der Nordsee, dem Ärmelkanal und der Ostsee und beleuchtet ihre Stärken, Schwächen und Schlüsselereignisse. James Goldrick erörtert wichtige Aspekte wie die Herausforderungen, mit denen die Royal Navy konfrontiert war, die Auswirkungen von Minen, den Einsatz von Zeppelinen und die allgemeine Verschlechterung der Seestreitkräfte gegen Ende des Krieges.
Vorteile:Das Buch ist gründlich und gut recherchiert und stützt sich auf Primärquellen und vorhandene Literatur. Es bietet detaillierte Einblicke in die Marineoperationen, einschließlich der Minenräumung und der technischen Herausforderungen, denen sich die Schiffe gegenübersahen. Goldricks Analyse der Beziehungen zwischen den Kommandostrukturen der Marine verleiht dem Buch zusätzliche Tiefe, und die Einbeziehung von Karten erleichtert das Verständnis. Der Autor wird für seine hervorragende Analyse und bewundernswerte Autorenschaft gelobt.
Nachteile:Einige Leser könnten die Detailfülle als überwältigend empfinden, insbesondere bei den technischen Beschreibungen der Marineoperationen und des Maschinenverfalls. Kritisiert werden die fehlende Berichterstattung über die britische Nordseeblockade und Verweise auf britische Häfen, die für nicht-britische Leser ungewohnt sein könnten. Außerdem könnte das Fehlen bedeutender Seeschlachten nach Jütland diejenigen enttäuschen, die auf der Suche nach dramatischen Gefechten sind.
(basierend auf 3 Leserbewertungen)
After Jutland: The Naval War in Northern European Waters, June 1916-November 1918
After Jutland analysiert den Seekrieg in nordeuropäischen Gewässern nach der Schlacht von Jütland.
Es ist ein weit verbreiteter Irrtum, dass Jütland das Ende der operativen Laufbahn der deutschen Hochseeflotte und den Beginn einer Stagnation sowohl für sie als auch für ihre Gegner, die britische Grand Fleet und die russische Ostseeflotte, bedeutete. Die Realität ist viel komplexer.
Die deutsche Schlachtflotte ruhte die meiste Zeit in der Nordsee, unterstützte aber eine ehrgeizige amphibische Kampagne in der Ostsee, während in den Gewässern der Helgoländer Bucht, des Ärmelkanals und vor der belgischen Küste ein erbitterter Krieg von U-Booten und leichten Booten geführt wurde. After Jutland“ konzentriert sich in erster Linie auf die Royal Navy als dominierende Seemacht, analysiert aber auch die Kämpfe der belagerten deutschen und russischen Marine, die sich beide in einer Revolution befanden, sowie die Herausforderungen, denen sich die United States Navy nach dem Kriegseintritt der USA gegenübersah.