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After Reagan: Bush, Dukakis, and the 1988 Election
Nach dem Tod von George H. W. Bush im Jahr 2018 trauerten Experten und Politiker um ein Beispiel für die Staatskunst und das überparteiliche Ethos früherer Tage. Das Urteil, wenn auch fundiert, hätte Beobachter der Wahl von 1988, die Bush ins Weiße Haus brachte, schockiert. Das Buch After Reagan von einem Gelehrten, der eine kleine Rolle in dieser lang zurückliegenden Wahl spielte, bietet einen augenöffnenden Blick auf einen Präsidentschaftswahlkampf, von dem nur wenige ahnten, dass er das Ende einer Ära markierte - oder das Aufkommen von Kräften, die heute unsere politische Landschaft aufwühlen.
Willie Horton. "Lies es von meinen Lippen ab: Keine neuen Steuern." Michael Dukakis mit einem Helm, in einem Panzer. John J. Pitney Jr. erinnert uns in seinem Buch daran, wie groß Bushs Sieg tatsächlich war und wie sehr er von den sozialen Bedingungen und der politischen Dynamik abhing, die sich in den kommenden Jahren dramatisch verändern würden. Die Wahl von 1988, die einen Wendepunkt in Richtung der überparteilichen, kulturell gespaltenen Politik unserer Zeit nach dem Kalten Krieg darstellte, fand in einer ganz anderen Welt statt. Die Zeit nach Reagan ist eine Zeit, in der Kampagnen aus der Bundeskasse finanziert wurden, in der die Republikaner die Präsidentschaft in der Tasche hatten und die Demokraten den Kongress kontrollierten, in der die Wählerschaft wesentlich weißer und weniger gebildet war als heute und in der der Fall der Berliner Mauer und der Sowjetunion - und der anschließende Aufstieg der Globalisierung - praktisch unvorstellbar waren.
Viele Bücher sagen uns, dass Wahlen Konsequenzen haben. Pitney erklärt, wie folgenreich Wahlkämpfe sind - der Wahlkampf von 1988 mehr als die meisten. Aus der Perspektive der letzten dreißig Jahre zeigt uns "After Reagan" die Wahl von 1988 in einem wirklich neuen Licht - einem, das wiederum die Verbindungen zwischen dem Wahlkampf von 1988 und der Politik des einundzwanzigsten Jahrhunderts aufzeigt.