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After Valkyrie: Military and Civilian Consequences of the Attempt to Assassinate Hitler
Nur 284 Tage nach der Operation Walküre - dem gescheiterten Komplott vom 20. Juli 1944 zur Ermordung Adolf Hitlers und zur Übernahme der Kontrolle über die deutsche Regierung - fanden sowohl das Dritte Reich als auch Hitler ein gewaltsames Ende.
Wenn Stalingrad der Wendepunkt für das deutsche Militär war, so war Walküre der kritische Punkt für die deutsche Gesellschaft. Hitler versprach ein klassenloses Vaterland, bevor er Kanzler wurde, und hatte schon lange vor Stalingrad heimlich das deutsche Eliteoffizierskorps liquidiert. Nach dem Attentat beschleunigte er die Säuberung, um auch den Adel und die zivilen Führer, die gegen ihn waren, einzubeziehen.
Die Informationen über den Putschversuch wurden streng gehütet, und ihre Untersuchung hatte für die Gestapo auch dann noch höchste Priorität, als die Rote Armee sich Berlin näherte. Heute ist es möglich, wichtige Ereignisse und Biografien der Hauptpersonen zu rekonstruieren und miteinander zu verbinden, um die Geschichte des Verschwindens der deutschen Offiziersklasse, des Adels und zeitweise auch der zivilen Führung zu erzählen.