Nachbeben: Pandemiepolitik und das Ende der alten Weltordnung

Bewertung:   (4,3 von 5)

Nachbeben: Pandemiepolitik und das Ende der alten Weltordnung (Colin Kahl)

Leserbewertungen

Zusammenfassung:

Das Buch liefert eine umfassende Analyse der COVID-19-Pandemie und ihrer globalen Auswirkungen und bietet Einblicke in die Reaktionen der Regierungen und in die Notwendigkeit einer besseren internationalen Zusammenarbeit bei künftigen Krisen. Es verbindet detaillierte Berichte über den Verlauf der Pandemie mit umfassenderen Überlegungen zu den internationalen Beziehungen und den sich verändernden Machtverhältnissen.

Vorteile:

Gründlich recherchiert und gut geschrieben
integriert individuelle und globale Perspektiven auf die Pandemie
bietet eine aufschlussreiche Analyse der staatlichen Reaktionen und der internationalen Zusammenarbeit
fesselnde Erzählung, die den Leser fesselt.

Nachteile:

Wird von einigen Lesern als parteiisch empfunden
enthält übermäßige Länge und Details, die vielleicht nicht alle ansprechen
lässt eine eingehende Diskussion möglicher Nachbeben vermissen
einige Kritikpunkte an der historischen Einordnung und politischen Kategorisierung der Autoren.

(basierend auf 14 Leserbewertungen)

Originaltitel:

Aftershocks: Pandemic Politics and the End of the Old International Order

Inhalt des Buches:

Zwei von Amerikas führenden nationalen Sicherheitsexperten bieten die definitivste Darstellung der globalen Auswirkungen von COVID-19 und der politischen Schockwellen, die es auf die USA und die Weltordnung im 21.

"Dies ist ein unverzichtbarer erster Entwurf der Geschichte und eine Blaupause dafür, wie wir vorankommen können.".

-- Ben Rhodes

Die COVID-19-Krise ist der größte Schock für die Weltordnung seit dem Zweiten Weltkrieg. Millionen von Menschen wurden infiziert und getötet. Der durch die Pandemie verursachte wirtschaftliche Zusammenbruch ist der schlimmste seit der Großen Depression, und der Internationale Währungsfonds schätzt, dass er in den nächsten Jahren über 9 Billionen Dollar an weltweitem Vermögen kosten wird. Viele werden verarmt und hungrig zurückbleiben. Fragile Staaten werden weiter ausgehöhlt, was zu Konflikten und Massenvertreibungen führen wird. Unterdessen geraten internationale Institutionen und Bündnisse, die bereits vor der Pandemie unter Druck standen, ins Wanken, während die USA und China, die schon vor der Krise zerstritten waren, auf einen neuen Kalten Krieg zusteuern. Chinas Geheimniskrämerei und Selbstbehauptung haben die Hoffnung zunichte gemacht, dass das Land zu einem verantwortungsvollen Akteur in der internationalen Ordnung wird.

Das Buch Aftershocks von Colin Kahl und Thomas Wright ist sowohl ein fesselnder journalistischer Bericht über eines der seltsamsten Jahre aller Zeiten als auch eine umfassende Analyse der anhaltenden Auswirkungen der Pandemie auf die grundlegenden Institutionen und Ideen, die die moderne Welt geprägt haben. Dies ist die erste Krise seit Jahrzehnten, in der die USA keine Führungsrolle übernommen haben, und sie zeigt, dass es keine internationale Zusammenarbeit bei dieser zentralen globalen Herausforderung gab. Jedes Land ist seinen eigenen Weg gegangen - es hat die Versorgung verstaatlicht, seine Grenzen geschlossen und den Rest der Welt weitgehend ignoriert. Die internationale Ordnung, die die Vereinigten Staaten vor sieben Jahrzehnten aufgebaut haben, liegt in Trümmern, und die Welt ist in Aufruhr. Das alles kam nicht aus heiterem Himmel. Gesundheitsexperten und Geheimdienstanalysten hatten seit einem Jahrzehnt davor gewarnt, dass eine Pandemie dieser Art unvermeidlich sei. Die Krise brach vor einem globalen Hintergrund aus, der geprägt war von wachsendem Nationalismus, rückläufiger Demokratie, schwindendem Vertrauen der Öffentlichkeit in die Regierungen, wachsender Rebellion gegen die durch die Globalisierung hervorgerufenen Ungleichheiten, wiederauflebendem Wettbewerb der Großmächte und abnehmender internationaler Zusammenarbeit.

Und doch gibt es einige Zeichen der Hoffnung. Die COVID-19-Krise erinnert uns an unsere gemeinsame Menschlichkeit und unser gemeinsames Schicksal. Die Öffentlichkeit hat größtenteils stoisch und mit Wohlwollen reagiert. Einige Demokratien - Südkorea, Taiwan, Deutschland, Neuseeland und andere - haben gut reagiert. Amerika könnte aus der Krise mit einer neuen Entschlossenheit hervorgehen, mit nicht-traditionellen Bedrohungen wie Pandemien umzugehen, und mit einer neuen Forderung nach wirksamen gemeinsamen Maßnahmen mit anderen demokratischen Nationen. Vielleicht ist Amerika auch endlich gezwungen, sich mit den Unzulänglichkeiten unseres Landes auseinanderzusetzen und im In- und Ausland große Veränderungen vorzunehmen, die die Voraussetzungen für die Chancen schaffen, die sich für den Rest dieses Jahrhunderts bieten.

Doch eines ist sicher: Amerika und die Welt werden nie wieder dieselbe sein.

Weitere Daten des Buches:

ISBN:9781250275745
Autor:
Verlag:
Einband:Hardcover
Erscheinungsjahr:2021
Seitenzahl:464

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