Bewertung:

Dieses Buch bietet eine einzigartige und humorvolle Perspektive auf das Leben eines RAF-Piloten während des Zweiten Weltkriegs, wobei der Schwerpunkt eher auf persönlichen Anekdoten und außerdienstlichen Erlebnissen als auf detaillierten Berichten über Luftkämpfe liegt. Es ist zwar gut geschrieben und fesselnd, aber viele Leser haben eine ausführlichere Darstellung der tatsächlichen Einsätze erwartet, die etwas zu kurz kommt.
Vorteile:⬤ Gut geschrieben mit einem humorvollen und fesselnden Stil
⬤ bietet einen Einblick in das Leben der RAF-Piloten jenseits des Kampfes
⬤ enthält amüsante Anekdoten und Reflexionen über die Ausbildung und das Leben außerhalb des Dienstes
⬤ bietet eine einzigartige Perspektive auf die Luftfahrt des Zweiten Weltkriegs
⬤ unterhaltsame Lektüre für diejenigen, die an persönlichen Erfahrungen und nicht nur an der Kampfgeschichte interessiert sind.
⬤ Es fehlen detaillierte Berichte über Kampfeinsätze und Luftoperationen
⬤ der Schwerpunkt liegt mehr auf persönlichen Anekdoten und humorvollen Geschichten als auf der Kriegsführung
⬤ das Buch entspricht möglicherweise nicht den Erwartungen von Lesern, die eine actionorientierte Militärgeschichte suchen
⬤ einige Kritikpunkte betreffen das Tempo, da sich Teile in die Länge ziehen oder keinen Bezug zur Fliegerei haben.
(basierend auf 443 Leserbewertungen)
Night Fighter Over Germany: The Long Road to the Sky
Dies sind die eindrucksvollen Kriegserinnerungen eines jungen Unteroffizierspiloten, der seine Einsatzerfahrung mit Beaufighters und Mosquitos als Langstrecken-Nachtjäger sammelte.
Es handelt sich dabei nicht um eine überschwängliche Schilderung von Heldentaten, sondern um eine Geschichte, die zeigt, wie das Leben in dieser Zeit der internationalen Krise wirklich war. Der Autor nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn er schlecht konstruierte und gefährliche Flugzeuge erlebt, wie den Beaufighter mit Merlin-Motor, der fast unmöglich zu fliegen war und viele Piloten während der Ausbildung tötete, oder die eklatanten Fehler jener Stabsoffiziere, die sich unmögliche Aufgaben und Operationen ausdachten, die diese jungen Flieger fliegen und überleben sollten.
Eingebettet in die faszinierende Geschichte des Fliegens mit der damals modernsten elektronischen Technologie sind die ganz menschlichen Geschichten über die Nächte in der Stadt, in denen die gestressten Besatzungen den Stress des Kampfes abbauen konnten. Einige lustige Berichte über wilde Nächte am Boden fügen sich nahtlos in den dunklen Himmel über Europa und die endlose Suche nach der unsichtbaren Luftwaffe ein, deren Aufgabe die Zerstörung der schweren Bomber der Alliierten war.