Bewertung:

Das Buch untersucht die Komplexität des Konzepts „natürlich“ und fordert den Leser auf, gängige Überzeugungen und Trends im Zusammenhang mit natürlichen Produkten und Lebensstilen zu hinterfragen. Es bietet Einblicke in die Art und Weise, wie der Begriff „natürlich“ oft missbraucht wird, und präsentiert eine nuancierte Analyse seiner Auswirkungen in verschiedenen Kontexten, einschließlich Gesundheit und Gesellschaft.
Vorteile:Das Buch ist gut recherchiert und zeichnet sich durch einen durchdachten und ansprechenden Schreibstil aus, der eine Vielzahl von Perspektiven aus Philosophie, Soziologie und Wissenschaft einbezieht. Viele Rezensenten lobten die Fähigkeit des Buches, zum Nachdenken anzuregen und Einblicke in die komplexen Zusammenhänge der Debatte über Natürlichkeit und Unnatürlichkeit zu geben. Es ermutigt die Leser, ihre Annahmen darüber zu überdenken, was als „natürlich“ gilt, und setzt sich mit der Vorstellung auseinander, dass das Natürliche von Natur aus besser ist.
Nachteile:Einige Leser fanden die Gliederung des Buches verwirrend und merkten an, dass es eher wie eine Sammlung von Aufsätzen als eine zusammenhängende Erzählung wirke. Einige kritisierten den Schreibstil als zu akademisch oder emotional distanziert, was es für allgemeine Leser weniger zugänglich mache. Andere merkten an, dass das Buch zwar wichtige Punkte anspreche, es ihm aber manchmal an einer klaren Richtung oder einem starken argumentativen Fokus fehle.
(basierend auf 18 Leserbewertungen)
Natural: How Faith in Nature's Goodness Leads to Harmful Fads, Unjust Laws, and Flawed Science
Beleuchtet die weitreichenden Schäden des Glaubens, dass natürlich "gut" bedeutet, von Fehlinformationen über Gesundheitsentscheidungen bis hin zu Rechtfertigungen für Sexismus, Rassismus und fehlerhafte Wirtschaftspolitik.
Die Menschen lieben das Natürliche: Es ist die beste Art zu essen, die beste Art zu erziehen, sogar die beste Art zu handeln - natürlich, so wie es die Natur vorgesehen hat. Appelle an die Weisheit der Natur gehören zu den stärksten Argumenten in der Geschichte des menschlichen Denkens. Doch die Natur (mit einem großen N) und die natürliche Güte sind nicht objektiv oder wissenschaftlich. In diesem bahnbrechenden Buch zeigt der Religionswissenschaftler Alan Levinovitz, dass diese Überzeugungen tatsächlich religiös sind, und weist auf die vielen Gefahren hin, die entstehen, wenn man komplizierte Realitäten durch einfache Mythen ersetzt. Wenn es darum geht, einen Aufpreis für Bio-Lebensmittel zu zahlen, mag das kein Problem darstellen. Aber was ist mit der Verurteilung von "unnatürlichen" sexuellen Aktivitäten? Die Schuldgefühle, die mit einer nicht "natürlichen" Geburt einhergehen? Die wirtschaftliche Deregulierung, die mit der inhärenten Güte "natürlicher" Märkte gerechtfertigt wird?
In Natural begeben sich die Leser auf eine epische Reise, die sie von den peruanischen Regenwäldern bis ins Hinterland des Yellowstone-Parks, von einem "natürlichen" Bodybuilding-Wettbewerb bis zu einer "natürlichen" Klinik zur Krebsbehandlung führt. Das Ergebnis ist eine grundlegende neue Perspektive, die den Glauben an die Güte der Natur erschüttert und eine bessere Alternative aufzeigt. Wir können die Natur lieben, ohne sie zu verehren, und wir können mit Bescheidenheit und Dialog statt mit Tabus und Eifer auf eine bessere Welt hinarbeiten.