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Natural Law & Human Dignity: Universal Ethics in an Historical World
Gelten die Menschenrechte nur für einen bestimmten Kulturkreis oder können sie von allen Kulturen und Religionen eingefordert werden? Die Diskussion um ein gemeinsames Weltethos zeigt, wie relevant und brisant diese Frage ist. Eberhard Schockenhoff zeigt in seiner Studie über ethischen Relativismus und historisches Denken, wie sich die universelle Anerkennung grundlegender Normen, die die Mindestbedingungen menschlicher Existenz garantieren, begründen lässt.
In kritischer Auseinandersetzung mit den beiden wichtigsten Forschungszweigen der gegenwärtigen Moraltheologie - der autonomen Moral und der teleologischen Ethik - legt der Autor eine neue theologisch-ethische Theorie des Naturrechts vor. Indem er die Theorie der praktischen Vernunft und das aquinische Verständnis der natürlichen Neigungen integriert, vergleicht Schockenhoff diese Synthese mit den Erkenntnissen der gegenwärtigen Anthropologie. Auf diese Weise gelingt es ihm, den Anschluss an die klassische Naturrechtsethik wiederherzustellen. Dabei zeigt er auf, wie die Ethik ihre wichtigste Aufgabe erfüllen kann: zur Anerkennung anthropologisch begründeter materieller Normen zu gelangen, ohne einem logischen Irrtum zu erliegen. Die Ansprüche des Naturrechts und der Menschenrechte formulieren nach Schockenhoff ein unverzichtbares Minimum, während die biblische Ethik (Dekalog und Bergpredigt) und das hohe Ethos der Weltreligionen den Weg zu einer umfassenden Verwirklichung des Begriffs des guten Lebens weisen.
Der renommierte Moraltheologe Eberhard Schockenhoff ist Professor an der Albert-Ludwigs-Universit t Freiburg. Er ist Autor zahlreicher Werke und geschäftsführender Herausgeber der Zeitschrift für Medizinische Ethik. Brian McNeil ist Gemeindepfarrer in München und Übersetzer theologischer Literatur.
LOB FÜR DAS BUCH:
"Das Buch ist in vielerlei Hinsicht beeindruckend. Es ist gründlich und präzise in Bezug auf die spezifischen Probleme, die mit der Naturrechtstheorie verbunden sind, und die Kapitel über Relativismus und Historismus zeugen von beeindruckender Gelehrsamkeit und Einsicht. Nur wenige Bücher über das Naturrecht setzen sich so umfassend und fair mit den Einwänden auseinander wie dieses, und die Antworten sind in ihrer Breite und Tiefe bewundernswert" - Mark Graham, Theological Studies.
"Eine meisterhafte Behandlung vieler der wichtigsten Fragen der Moraltheologie"--Brian V. Johnstone, Studia Moralia.
"Dieses Buch zeigt überzeugend, dass das Naturrecht in der ethischen Diskussion nicht obsolet geworden ist...."--Peter Fonk, Theologische Revue.
"Bei Themen, die von der römisch-katholischen Tradition geprägt sind, bezieht der Autor protestantische Autoren mit einer Selbstverständlichkeit in seine Überlegungen ein, die als ein glückliches Zeichen ökumenischer Offenheit zu werten ist. Schockenhoff gelingt es, manchmal beiseite gelegte Antworten der Tradition neu zu beleben und in die Herausforderungen der Gegenwart einzubringen" - Heinrich Bedford-Strohm, Theologische Literaturzeitung.
"Eine außergewöhnliche Diskussion des Konzepts des Naturrechts, wie es in einer modernen Welt des moralischen Relativismus gilt.... Dies ist ein Werk von hoher Qualität, das sowohl einen umfassenden Überblick über die Belange des Naturrechts gibt als auch eine respektable Lösung anbietet, die weitere Überlegungen wert ist. Schockenhoffs Arbeit ist sehr empfehlenswert" - Matthew Ryan McWhorter, Catholic Books Review OnLine.
"Dieses Buch von einem der führenden katholischen Moraltheologen in Deutschland, der an der Universität Freiburg lehrt, präsentiert eine einfache These in einer ausgefeilten und anspruchsvollen Weise.... Schockenhoffs sehr gelehrte und beeindruckende Darstellung verdient Aufmerksamkeit und kritische Auseinandersetzung." -- Bernd Wannenwetsch, Studien zur christlichen Ethik.